Séncja
Mit der Zeit der Aufklärung starben nicht nur alte monarchistische Herrschaftsstrukturen, sondern auch der Glaube an Gott. Weder konnten früher Romatiker, noch Pietisten, noch diverse Esoterikwellen in den letzten Jahrzehnten den Menschen einen neuen Zugang zu Gott eröffnen.
Nüchtern betrachtet und vor allem ohne das "lästige" Anhängsel einer Kirche ist ein Glaube an einen Gott doch nichts Negatives. Eine Option auf einen Leben nach dem Tod, ein Antrieb ein "gutes" Leben zu führen, Meditation im Gebet, das Wissen, das jemand über einen wacht und einen beschützen kann, Hoffnung gebend egal was kommen mag, ein unendlich geduldiger Freund - all das und noch mehr kann Gott doch sein. Auch in unserem sehr rationalen, säkularisierten Leben steht er nicht im Weg. Denn er ist für unsere Seele zuständig, während wir mit unserem Verstand den Rest erledigen.
Warum also ist Gott verschwunden aus dem Leben der meisten? Warum die Kirche(n) unter Mitgliederschwund leiden, darüber brauchen wir in diesem Thread nicht zu reden. Das haben wir schon oft genug diskutiert. Hier soll es nur um "unseren" christlichen Gott gehen. Oder ist etwa Gott ohne Kirche nicht möglich?
Inquisition Symphony
Wenn viele Gott hören, denken die Meisten sofort an die Kirche.
Und da diese meist nur als lästige Pflicht wahrgenommen wird, verbindet man Gott, wenn auch nur unbewusst damit.
Außerdem ist dieses Image der Monokultur und der Sünde vor allem den jüngeren Generationen unangenehm. Da oft Gott = Kirche und Kirche = Pflichten und Unsinn assoziiert wird. Was "verboten" wird ist körperlicher und somit praktischer Natur, was verprochen wird sind Dinge in die man Vertrauen muss. An die man fest Glauben muss. Wie z.B ein Leben nach dem Tod, Erlösung, Liebe als spirituelles gut.
Das fällt in einer rationalen Welt schwer. Vor allem gelten viel Gläubige als uncool.
Außerdem ist das öffentliche Fundament Gottes die Kirche.
Das viele jedoch an Gott glauben und das für sich und durch sich tun bleibt vielen verschlossen. Wie denn auch, wenn es im Kopf oder im Herz passiert? Das kann schließlich (noch) keiner sehen. Aber da findet Schäuble auch noch einen Weg.
Ich denke das der wichtigste Motor des Glaubens die gebotene Lebensperspektive ist.
Und wenn die einem nicht schmeckt oder plausibel klingt fällt das glauben daran in einer rationalen Welt sehr schwer.
Evil
Denke durch den ganzen Rationalismus hat sich eine Existenz Gottes eh bald erledigt !
Man versucht zu erklären und alles zurückzuführen auf den Ursprung , und schon sind Sachen `unmöglich` , ob man den gesammten Zusammenhang nun überblickt oder nicht !
Ist ja nichts dagegen zu sagen , wenn man alles verstehen möchte , will ich ja auch irgendwann ! Aber wenn man bedenkt , dass unsere Meere zum größten Teil unbekannt sind , wie soll uns dann jemand den Ursprung des Universums schlüssig erklären !?
Erstaunlich aber , wie viele Leute mir erzählen das sie an Gott glauben , aber nicht die Kath. Kirche finanzieren wollen (na,woran das wohl liegen mag;-) ) ! Als Begründung für eine Existenz Gottes hört man auch nichts wirklich überzeugendes ! Was mich angeht , glaub ich an die Evolution , und nen Urknall hats sicher auch gegeben ! Aber es gibt zu viel Lücken in den ganzen Theorien ! Deshalb sollte jeder glauben an was er will , solang er keinem damit auf den Sack geht !
The truth is out there
merla
Wie heißt es so schön:
"Wo zwei oder drei in meinem Namen versammetlt sind, da bin ich mitten unter ihnen"
Gott braucht keine Kirche, um existieren zu können. Man muss einfach nur an ihn glauben.
Aber wie hier schon gesagt wurde, fällt es vielen schwer an etwas zu glauben, dass sie nicht fassen, nicht greifen und wohl auch nicht begreifen können.
Mir persönlich fällt es schwer, an den christlichen Gott zu glauben, denn da kommen ja immer wieder die Fragen auf, warum er macht, was er macht.
Warum lässt er Kriege zu?
Warum lässt er Hungersnöte zu?
Warum sind so viele Menschen bettelarm?
usw.
Fragen, auf die man nie eine Antwort bekommen wird.
Trotzdem glaube ich an eine höhere Macht, die das Leben regelt. Ich glaube daran, dass alles vorherbestimmt ist und das es tatsächlich diesen "großen Plan" gibt. Alles hat einen Grund.
Aber der Glaube daran ist schwer, wenn es einem selbst nicht gut geht. Und da der Mensch zum Jammern und Meckern neigt, fühlt er sich verraten von einem Gott, an den er vllt mal geglaubt hat und wendet sich ab.