Die Erkenntnis !

Séncja
Als Grundlage für die Erkenntnisphilosophie dient seit der Antike das Höhlengleichnis von Platon. Dieses Gleichnis beschreibt auf deutliche Art, wie sehr der Mensch in seiner Wahrnehmung eingeschränkt ist und sagt im Grunde es, dass ein Mensch niemals die absolute Wahrheit sehen kann und selbst wenn er es könnte, würde er es nicht glauben:

Zitat:
Platons Höhlengleichnis:

Einige Menschen sind von Geburt an in einer dunklen Höhle so festgebunden, dass sie immer nur auf die ihnen gegenüberliegende Höhlenwand blicken können, die lediglich durch einen über ihnen angebrachten Schlitz beleuchtet wird. Ein Stück entfernt von der Höhle, auf der Seite der Lichtöffnung, befinden sich, hinter einer niedrigen Mauer, andere Menschen. Hinter diesen Menschen brennt ein Feuer, vor dem sie – ähnlich Puppenspielern – Figuren von Lebewesen und Dingen an Stöcken über der Mauer halten und bewegen. Diese Gegenstände werfen – von hinten angeleuchtet durch das Feuer – flackernde, unscharfe Schatten durch den Lichtschlitz, an die den Menschen in der Höhle gegenüberliegende Wand. Die Wahrnehmung der Welt außerhalb ihrer Höhle beschränkt sich für die an die Höhle gefesselten Menschen also auf unscharfe, flackernde Schatten von künstlich erzeugten Figuren von Lebewesen und Dingen die ihnen gezeigt werden. Da sie nichts anderes wahrnehmen, halten die Menschen diese Schattenbilder für die wirklichen Dinge. Dies bleibt auch so, als einer von ihnen, der losgebunden wurde, von draußen in die Höhle zurückkehrt und den anderen über die wahren Verhältnisse Aufschluss zu geben versucht.



Eure Meinung dazu? Lasst euren Gedanken freien Lauf
Bembur
Wo ist der Sinn des Lebens? *sich im Kreis dreht*
Nee passt schon so was der gute Planton da festgestellt hat.
Kali
Zuallererst mal eine Frage: was genau ist für dich die „absolute Wahrheit“?
Gibt es sie überhaupt? Denn wenn wir sie nicht erkennen können, woher nehmen
wir die Idee von ihrer Existenz?

Ich denke, dass der Mensch in seiner Erkenntnis nicht nur durch seine Wahrnehmung
eingeschränkt ist, sondern auch unsere Wahrnehmung niemals völlig neutral ist, weil sie
einfach auch von persönlichen Erlebnissen, Ansichten bzw. unserem Blickwinkel gefärbt ist.

Meist sind wir außerdem zu bequem, beschäftigt – was auch immer - um eine Situation aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.
Oft nehmen wir die Dinge lieber so hin wie sie uns präsentiert werden, solange sie nur halbwegs logisch erscheinen.
Andererseits fällt es uns wieder schwer Dinge nachzuvollziehen (oder zu glauben), mit denen wir selbst nie praktische Erfahrungen gemacht haben.
Letztendlich ist das Maß unserer Erkenntnis also vielleicht auch davon bestimmt, wie sehr
wir uns eben durch Erfahrungen weiterentwickeln und verändern., weil wir nur dadurch unsere eigenen Einschränkungen ein wenig dehnen können.

Oder kurz und knapp:
Irgendwie hat der Platon da schon vor Jahren Recht gehabt.