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Original von BTL
Als nächstes muss Lehramtsstudiengang erarbeitet werden, der sich mit diesem Unterrichtsfach beschäftigt. Bis diese Hürden genommen sind werden wohl noch ein oder zwei Schuljahre ins Land ziehen. |
Ich glaube, mit 2 Jahren Planung wäre man noch ziemlich gut. Ich schätze, das wird wesentlich länger dauern, denn auch die Universitäten benötigen kompetente Dozenten, die unsere potentielle islamischen Religionslehrer auf den Stoff vorbereiten.
Und selbst, wenn Hochschulen sowas zu bieten hätten, würde sich noch immer die Frage stellen, wer das denn bitte studieren und danach unterrichten würde?!
Da ich selber auf Lehramt studiert habe (abgebrochen) sehe ich schon eine Problematik darin, genügend Studenten zu finden, die den Beruf "Lehrer" erlernen wollen. Deswegen werden auf Berufsschulen immer wieder massenhaft Umschulungen angeboten, damit man überhaupt das duale Ausbildungssystem in Deutschland erhalten kann.
Hat man dann wirklich einige Studenten, die gewillt sind, den Islam als Religionsunterricht an Schulen zu unterrichten und sich durch ein Studium zu quälen, so brauchen die trotzdem noch gute 5 Jahre, bis sie ihr Staatsexamen in der Tasche haben und wirklich als Lehrer fungieren können.
Das heißt, ich würde hier eher eine Mindestzeit von 7 Jahren nennen, bis es soweit kommen könnte, dass islamischer Religionsunterricht an den ersten Schulen eingeführt werden kann.
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Original von BTL
Samaels Befürchtung, dass Kinder erst in der Schule angefixt werden halte ich für Absurt. Denn wie beim Evangelischen oder Katholischen Untericht muß da auch nur der hin, der Religiös 'vorbelastet' sprich getauft ist. |
Nö, da stimme ich dir gar nicht zu. Ich kenne aus aus meiner Schulzeit heraus mit dem evangelischen Religionsunterricht. Wer nicht dabei war, weil er nicht getauft wurde, wurde als "Aussetziger" angesehen. Da greift der Gruppenzwang unter den Kindern - zudem kommen noch die Eltern hinzu, die einem die Religion aufdrücken. Ich wollte nie in den Religionsunterricht, doch mich haben meine Eltern auch nicht gefragt, sondern ich wurde dazu gezwungen. Warum soll der Zwang unter unseren islamischen Mitbürgern da anders ausfallen?
Und gerade der familiäre Einfluß ist - auch wenn das als rassistisch interpretiert werden könnte - bei islamisch-gläubigen Familien wesentlich höher, als es in "unserer Kultur" heute noch zu sein scheint. Da entscheidet der Vater, was der Sohn zu machen hat und fertig. Ein Bekannter von mir, türkischer Abstammung, wird so zu einem Informatik-Studium gezwungen, obwohl er diesen Bildungsweg gar nicht gehen möchte.
Sorry, aber warum sollte es dann gerade bei sowas Fundamentalem, wie dem Religionsglauben, anders sein?
Desweiteren greift hier auf der Glauben an das Wissen der Bezugsperson. "Mein Papa hat gesagt, das ist so und so ... also stimmt das auch!" - schließlich erhält sich die CSU in Bayern so seit Jahren ihre Wählerstimmen (Achtung! Sarkasmus!). Geht also unser islamische Jungspund fleißig zum islamischen Religionsunterricht und der Vater fragt am Abend, was dort dann so erzählt wurde ... na, wen glaubt der Jungspund am Ende?
Das klingt paranoid, ja. Aber ich kann mich an 2 konkrete Fälle aus meinem Bekanntenkreis erinnern, in dem es genau so abgelaufen ist. Klar heißt das nicht, dass es überall so abläuft, aber es fördert dennoch meine Zweifel an diesen Plänen.
Übrigens bin ich nicht konkret gegen die Einführung von islamischen Religionsunterricht, sondern ich bin allgemein gegen jegliche Form von Religionsunterricht. Ich wäre eher für ein System, welches 2 Stunden Ethikunterricht vorsieht, mit einer Option zur "Glaubens-AG" (getrennt in die jeweilige Glaubensform). Hierbei ist die AG jedoch auf Freiwilligenbasis und ohne Schulnoten einzuführen.