Islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen?

Séncja
Zitat:
Um den Einfluss des radikalen Islam weiter einzudämmen, äußerte Innenminister Schäuble den Vorschlag, an deutschen Schulen islamischen Religionsunterricht anzubieten.

Das Ziel des Angebots sieht Schäuble darin, möglichen radikalen "Hasspredigern" den Zulauf zu nehmen. Dazu müsse allerdings eine entsprechende neue Struktur des organisierten Islam in Deutschland geschaffen werden. Bestehende Religionsverbände seien, laut Schäuble, "politische Zweckverbände".

Dieses disqualifiziere sie von einer Mitwirkung am schulischen Islamunterricht. Sobald deutsche Schulen ein entsprechendes Unterrichtsangebot schaffen, würde dieses eine Mäßigung der islamischen Religionsausübung innerhalb Deutschlands bewirken.

Quelle: shortnews.de

Da fallen mir gleich 2 Fragen ein:
1. Wenn es stimmen soll, dass "Hassprediger" dann weniger Einfluß haben ... kommt man da nicht auf den Gedanken, dass man im Religionsunterricht vielleicht erst den Weg frei macht, für diese "Hassprediger"?! So werden die Kinder überhaupt zu der Religion herangeführt. Nach der Schule suchen die sich dann eine weitere Anlaufstelle ... oder denkt der Schäuble, dass der Unterricht so langweilig wird, dass alle das Interesse verlieren?
2. Ich kenne es von den Schulen, auf denen ich war, dass gerade für den Religionsunterricht schon ein extremer Mangel an qualifizierten Lehrern vorherrschend ist. Wie soll man also an genügend Lehrer kommen, die dort unterrichten?
Zero
wenn ich mir überlege, dass wir es hitler und co zu verdanken haben, dass wir überhaupt noch religionsunterricht haben müssen in deutschland...

aber ich bin da wohl der falsche ansprechpartner, weil ich der religion an sich nicht so zugetan bin - ohne wäre alles besser (:

und wegen dem islamunterricht... ich finde man sollte erstmal den lehrermangel in fächern begleichen, die wichtiger, als religion sind.
wenn unser gutes land da schon nicht gerade auf der sonnigen seite der finanzkasse ist; wer soll denn dann bitte die "islamlehrer" bezahlen?
materialpunk
also dass mit dem lehrermangel, der erstmal zu beweltigen ist, kann ich so unterschreiben! erst heute hab ich wieder gehört, das auf den schulen hier von 28 regulären unterrichtsstunden manchmal wochenlang nur etwa 22 stunden unterricht stattfindet! das kann doch schonmal echt nicht sein!

aber da deutschland immer multikultureller wird war es nur eine frage der zeit, bis das thema "islamunterricht" aufkommt! es gibt ja schließlich auch getrennten katholischen und evangelischen religionsunterricht, da ist es nur logisch, dass mit wachsender nachfrage auch islam unterricht eingeführt wird! ob damit dann wirklich die "hassprediger" unterwandert werden wird sich erst rausstellen, wenn der unterricht angelaufen ist! aber warum soll das eine mäßigung der islamischen religionsausübung sein? bewirkt das nicht eher das gegenteil und ruft dazu auf, sich mehr mit dem thema auseinanderzusetzen? ich denke, dass viele jugendliche, die dem islam angehören, sich bis jetzt nur sehr oberflächlich mit ihrer religion auseinandergesetzt haben und nur gewisse grundpfeiler und riten befolgen/ kennen!
BTL
Ich habe mir soeben die Pressekonferenz im Anschluß an die Islam-Konfernz angesehen.

Vorneweg sehe ich auch sehr wohl die Notwendigkeit, das Deutsche Schulsystem zu stärken und zu verbessern. Aber die Einführung des isamlischen Schulunterrichts ist keine Entscheidung die nebenbei gefällt wird, und Tags drauf gibts nen neues Schulfach. Ganz im Gegenteil: Es sit ein sehr langer weg:
Den im Gegensatz zur Islamkunde, die heute schon vierorts unterrichtet wird, benötigt Religionsuntericht eine zusammenarbeit mit der entsprechenden Glaubensgemeinschaft. Die Islamische Glaubensgemeinschaft ist in Deutschland jedoch sehr zersplittert und es gibt kein gemeinsames Gremium wie etwa der Zentralrat der Juden oder die Bischofskonferenz. Die heutige Konferenz hat diesen weg weitestgehend geebnet, doch bleiben noch ein paar Stellen zu überdenken.
Als nächstes muss Lehramtsstudiengang erarbeitet werden, der sich mit diesem Unterrichtsfach beschäftigt. Bis diese Hürden genommen sind werden wohl noch ein oder zwei Schuljahre ins Land ziehen.
Unter diesem Gesichtspunkt sollte man sich sehr wohl jetzt schon Gedanken zur Einführung machen.

Die REPs versuchten mal mit folgendem Slogan auf Wählerfang zu gehen:
"Integration fordern, nicht fördern!"

Allein die Tatsache das die REPs diesen Slogan benutzt haben, könnte für manch einen ausreichen um zu erkennen, dass es totaler Blödsinn ist. Aber solche Causalketten waren noch nie mein Steckenpferd aber das ist ein anderes Thema zu dem ich gerne etwas sage, wenn mich wer fragt.

In diesem Fall macht die Regierung einen wichtigen Schritt, der genau diesem REP- Slogan entgegenwirkt. Denn man kann sich nicht einfach nur integrieren. Man bringt immer etwas in die Gesellschaft in der man sich integrieren will mit.

Allerdings sollte man auch nicht einfach alles akzeptieren, was da eingeschleppt wird. In diesem Punkt hat der Rollstuhlfahrer auf der Konferenz einen ganz wichtigen Punkt geholt. Die Zustimmung aller beteiligter, dass dieser Islam-Religionsuntericht auf deutsch abgehalten wird.


Das das ein Schritt in die richtige Richtung ist denke ich wohl, denn damit nimmt man den islamischen Kindern wieder ein Stück ihrer Sonderstellung.
Auch das Hassprediger es schwieriger haben werden glaube ich, denn das beste Mittel gegen Volksverhetzer ist nun mal Aufklärung. Und ein aufgeklärter Religionsuntericht macht sehr schnell ersichtlich, dass der Koran mehr Ähnlichkeiten mit dem deutschen Grundgesetz hat, als mit so aussagen, wie dass Frauen dem Mann mit allen Einkäufen in einem Abstand von 3 Metern folgen müssen.

Samaels Befürchtung, dass Kinder erst in der Schule angefixt werden halte ich für Absurt. Denn wie beim Evangelischen oder Katholischen Untericht muß da auch nur der hin, der Religiös 'vorbelastet' sprich getauft ist.
Und Materialpunks Gedanke, man beschäftige sich zu tief mit Religion ist -aus meiner sicht- auch falsch, denn das Problem sehe ich eher in der oberflächlichen Betrachtung.
Séncja
Zitat:
Original von BTL
Als nächstes muss Lehramtsstudiengang erarbeitet werden, der sich mit diesem Unterrichtsfach beschäftigt. Bis diese Hürden genommen sind werden wohl noch ein oder zwei Schuljahre ins Land ziehen.

Ich glaube, mit 2 Jahren Planung wäre man noch ziemlich gut. Ich schätze, das wird wesentlich länger dauern, denn auch die Universitäten benötigen kompetente Dozenten, die unsere potentielle islamischen Religionslehrer auf den Stoff vorbereiten.
Und selbst, wenn Hochschulen sowas zu bieten hätten, würde sich noch immer die Frage stellen, wer das denn bitte studieren und danach unterrichten würde?!
Da ich selber auf Lehramt studiert habe (abgebrochen) sehe ich schon eine Problematik darin, genügend Studenten zu finden, die den Beruf "Lehrer" erlernen wollen. Deswegen werden auf Berufsschulen immer wieder massenhaft Umschulungen angeboten, damit man überhaupt das duale Ausbildungssystem in Deutschland erhalten kann.
Hat man dann wirklich einige Studenten, die gewillt sind, den Islam als Religionsunterricht an Schulen zu unterrichten und sich durch ein Studium zu quälen, so brauchen die trotzdem noch gute 5 Jahre, bis sie ihr Staatsexamen in der Tasche haben und wirklich als Lehrer fungieren können.
Das heißt, ich würde hier eher eine Mindestzeit von 7 Jahren nennen, bis es soweit kommen könnte, dass islamischer Religionsunterricht an den ersten Schulen eingeführt werden kann.



Zitat:
Original von BTL
Samaels Befürchtung, dass Kinder erst in der Schule angefixt werden halte ich für Absurt. Denn wie beim Evangelischen oder Katholischen Untericht muß da auch nur der hin, der Religiös 'vorbelastet' sprich getauft ist.

Nö, da stimme ich dir gar nicht zu. Ich kenne aus aus meiner Schulzeit heraus mit dem evangelischen Religionsunterricht. Wer nicht dabei war, weil er nicht getauft wurde, wurde als "Aussetziger" angesehen. Da greift der Gruppenzwang unter den Kindern - zudem kommen noch die Eltern hinzu, die einem die Religion aufdrücken. Ich wollte nie in den Religionsunterricht, doch mich haben meine Eltern auch nicht gefragt, sondern ich wurde dazu gezwungen. Warum soll der Zwang unter unseren islamischen Mitbürgern da anders ausfallen?
Und gerade der familiäre Einfluß ist - auch wenn das als rassistisch interpretiert werden könnte - bei islamisch-gläubigen Familien wesentlich höher, als es in "unserer Kultur" heute noch zu sein scheint. Da entscheidet der Vater, was der Sohn zu machen hat und fertig. Ein Bekannter von mir, türkischer Abstammung, wird so zu einem Informatik-Studium gezwungen, obwohl er diesen Bildungsweg gar nicht gehen möchte.
Sorry, aber warum sollte es dann gerade bei sowas Fundamentalem, wie dem Religionsglauben, anders sein?

Desweiteren greift hier auf der Glauben an das Wissen der Bezugsperson. "Mein Papa hat gesagt, das ist so und so ... also stimmt das auch!" - schließlich erhält sich die CSU in Bayern so seit Jahren ihre Wählerstimmen (Achtung! Sarkasmus!). Geht also unser islamische Jungspund fleißig zum islamischen Religionsunterricht und der Vater fragt am Abend, was dort dann so erzählt wurde ... na, wen glaubt der Jungspund am Ende?
Das klingt paranoid, ja. Aber ich kann mich an 2 konkrete Fälle aus meinem Bekanntenkreis erinnern, in dem es genau so abgelaufen ist. Klar heißt das nicht, dass es überall so abläuft, aber es fördert dennoch meine Zweifel an diesen Plänen.



Übrigens bin ich nicht konkret gegen die Einführung von islamischen Religionsunterricht, sondern ich bin allgemein gegen jegliche Form von Religionsunterricht. Ich wäre eher für ein System, welches 2 Stunden Ethikunterricht vorsieht, mit einer Option zur "Glaubens-AG" (getrennt in die jeweilige Glaubensform). Hierbei ist die AG jedoch auf Freiwilligenbasis und ohne Schulnoten einzuführen.
2young2die
Halte ich garnichts von. Wird Zb in der Türkei der Christliche Glaube gelehrt? Ehr im Gegenteil, da wirste noch verfolgt..
Angiesheart
also erstmal bin ich auch dafür erstmal den lehrermangel zu bekämpfen oder man sollte so gesetze wie "es darf kein unterricht mehr ausfallen" sein lassen...denn ob in der schule oder zuhause abhängen ist beides bescheuert und in der schule kommen schüler unter umständen noch auf die idee gemeinsam mist zu bauen...das zum einen

zum anderen ist denke ich ok dieses anzubieten...ich war einmal auf einer Schule da wurde es auch angeboten, da wir einen islamistischen (sagt man das so?KA) Lehrer auf der Schule hatte der unter anderem glaub ich auch noch Mathe unterrichtet hatte und später hatten wir auf der Berufsschule auch einen lehrer aber dies war da nicht so möglich...aber ich finde das dieser Unterricht in deutsch abgehalten werden sollte, war bei uns auch immer so...weil sonst ist es auch in meinen Augen keine Integration ....naja soviel zu meiner Meinung
BTL
@Angiesheart: Ich hoffe es war kein Islamistischer Leher. das sind die mit den Bombengürteln.

Zitat:
Original von Samael
Zitat:
Original von BTL
Samaels Befürchtung, dass Kinder erst in der Schule angefixt werden halte ich für Absurt. Denn wie beim Evangelischen oder Katholischen Untericht muß da auch nur der hin, der Religiös 'vorbelastet' sprich getauft ist.

Nö, da stimme ich dir gar nicht zu. Ich kenne aus aus meiner Schulzeit heraus mit dem evangelischen Religionsunterricht. Wer nicht dabei war, weil er nicht getauft wurde, wurde als "Aussetziger" angesehen. Da greift der Gruppenzwang unter den Kindern - zudem kommen noch die Eltern hinzu, die einem die Religion aufdrücken. Ich wollte nie in den Religionsunterricht, doch mich haben meine Eltern auch nicht gefragt, sondern ich wurde dazu gezwungen. Warum soll der Zwang unter unseren islamischen Mitbürgern da anders ausfallen?

Öh... richtig wenn sie angefixt werden, dann zu Hause und im ausserschulischen Umfeld.

Was deine Erfahrungen im Religionsuntericht angeht, kann ich jetzt nicht teilen. Bei mir war es so, dass diejenigen die nicht teilnehmen mußten beneidet wurden.
Wär ich zynisch würde ich Dinge sagen, wie: 'Es ist erschreckend, dass nicht alle die gleichen Erfahrungen gemacht haben, wobei einem doch überall verdeutlicht wird, das alle Menschen eines Schlages gleich sind." Sowas hebe ich mir aber für später auf.

Zitat:
Original von Samael
Und gerade der familiäre Einfluß ist - auch wenn das als rassistisch interpretiert werden könnte - bei islamisch-gläubigen Familien wesentlich höher, als es in "unserer Kultur" heute noch zu sein scheint. Da entscheidet der Vater, was der Sohn zu machen hat und fertig. Ein Bekannter von mir, türkischer Abstammung, wird so zu einem Informatik-Studium gezwungen, obwohl er diesen Bildungsweg gar nicht gehen möchte.

Das kann man als rasistisch interpretieren, kann man auber als unreflektiert interpretieren.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis ganz viele Leute, die von Ihren Eltern vorgeschrieben bekommen haben, was sie werden sollen. Von denen sind welche katholisch, grichisch orthodox und selbsternannte Atheisten.
Das hat aber nichts mit Religion oder Herkunft zu tun. Das ist eine Frage der Wertesetzung.

Zitat:
Original von Samael
Sorry, aber warum sollte es dann gerade bei sowas Fundamentalem, wie dem Religionsglauben, anders sein?

Weil es darum geht, dass man lernt Dinge zu Hinterfragen. Wenn ich keinen Zugang zu anderen Sichtweisen und Denkansätzen bekomme oder finde, fällt es mir schwer Sachen zu Hinterfragen.

Zitat:
Original von Samael
Desweiteren greift hier auf der Glauben an das Wissen der Bezugsperson. "Mein Papa hat gesagt, das ist so und so ... also stimmt das auch!" - schließlich erhält sich die CSU in Bayern so seit Jahren ihre Wählerstimmen (Achtung! Sarkasmus!).


Zitat:
Original von Samael Geht also unser islamische Jungspund fleißig zum islamischen Religionsunterricht und der Vater fragt am Abend, was dort dann so erzählt wurde ... na, wen glaubt der Jungspund am Ende?
Das klingt paranoid, ja. Aber ich kann mich an 2 konkrete Fälle aus meinem Bekanntenkreis erinnern, in dem es genau so abgelaufen ist. Klar heißt das nicht, dass es überall so abläuft, aber es fördert dennoch meine Zweifel an diesen Plänen.

Ich bewundere die tiefen Einblicke die du in die muslimische Wohnzimmer geniest. Ausserdem plagt mich schon wieder dieser zynischer Trieb.


Zitat:
Original von Samael
Übrigens bin ich nicht konkret gegen die Einführung von islamischen Religionsunterricht, sondern ich bin allgemein gegen jegliche Form von Religionsunterricht. Ich wäre eher für ein System, welches 2 Stunden Ethikunterricht vorsieht, mit einer Option zur "Glaubens-AG" (getrennt in die jeweilige Glaubensform). Hierbei ist die AG jedoch auf Freiwilligenbasis und ohne Schulnoten einzuführen.

Mit dem Ethik- Konzept könnte ich mich auch sehr gut anfreunden. Allerdings sehe ich schon eine Da- Seins- Berechtigung im Religionsuntericht. Aber es geht ja hier im speziellen um den islamischen Untericht.
Angiesheart
ja deswegen war ich auch da grade leicht verwirrt islamischer lehrer sagt man oder?auweia wo is wieder mein gehirn
BTL
OT: Ich kenne solche Situationen, wobei mir einfällt:
Wenn Du dein Gehirn findest, schau mal, ob mein Hirn auch in der Nähe liegt.
Séncja
Zitat:
Original von BTL
Ich habe in meinem Bekanntenkreis ganz viele Leute, die von Ihren Eltern vorgeschrieben bekommen haben, was sie werden sollen. Von denen sind welche katholisch, grichisch orthodox und selbsternannte Atheisten.
Das hat aber nichts mit Religion oder Herkunft zu tun. Das ist eine Frage der Wertesetzung.

Man kann es nennen, wie man möchte. Fakt ist jedoch, dass in den meisten Familien hierzulande, im direkten Vergleich zu islamisch angehauchten Familien, der Zusammenhalt nicht mehr da ist. Stattdessen zerbrechen Familien häufiger und Kinder distanzieren sich immer weiter von ihren Eltern. Sie leben ihr eigenes Leben ... hingegen kann man bei islamischen Familien einen festen Zusammenhalt innerhalb der Familie feststellen, wo jeder für das eigene Familienmitglied eintritt.

Ich meine, vor 2 Monaten auch einen Artikel beim Spiegel darüber gelesen zu haben, wo genau das thematisiert wurde. Ist aber gleich, denn es kommt auf das direkte Umfeld an, von dem man sich beeinflussen lässt und aufgrund der steigenden Segretation in Problembezirken und/oder Großstädten, kann man klar auslesen, dass ein Religionsunterricht für Muslimen zwar für Aufklärung sorgen kann, aber nicht wirklich gegen den vorherrschenden Glauben und der massenhaften Fehlinterpretation des Korans ankommt.
BTL
Zitat:
Samael hat geschrieben:
Ich meine, vor 2 Monaten auch einen Artikel beim Spiegel darüber gelesen zu haben, wo genau das thematisiert wurde. Ist aber gleich, denn es kommt auf das direkte Umfeld an, von dem man sich beeinflussen lässt und aufgrund der steigenden Segretation in Problembezirken und/oder Großstädten, kann man klar auslesen, dass ein Religionsunterricht für Muslimen zwar für Aufklärung sorgen kann, aber nicht wirklich gegen den vorherrschenden Glauben und der massenhaften Fehlinterpretation des Korans ankommt.


Vor einem anderen Hintergrund müsste der letzte Satz dann ja lauten:
"Eine Behandlung von AIDS hilft den Krankheitsverlauf zu lindern und das Leben zu verlängern, kommt aber nicht wirklich gegen den Tod an."

Ist es ein Grund, das Geld was von den Krankenkassen jährlich in die Versorgung von AIDS- Kranken gesteckt wird zu streichen?
Ich weiß das Du in einem vorherigen Posting sagtest Du seist nicht konkret gegen die Einführung des moslemischen Religionsunterichts, doch diesen Satz wollte ich nicht unkommentiert stehen lassen.

Und zum Thema Segretation:
Die Gehttobildung angeht, ist es kein Phänomen, welches nur auf Völker mit islamischem Hintergrund zutrifft.
Zum Beispiel in Düsseldorf gibt es ganze Straßenzüge, die ausschließlich von Chinesisch- stämmiger Bevölkerung besiedelt sind. Was das für Auswirkungen hat, kann man sich in diversen Städten an der Amerikanischen Westküste oder auch in Amsterdam genau anschauen.
Da Bei denen wird es aber nicht Thematisiert, denn Nachrichten lassen sich besser verkaufen, wenn man sie mit Attentäter oder Ehrenmord betiteln kann.
Entschuldigt diesen kleinen Exkurs, aber in meinen Augen ist die Sichtweise auf dieses Thema oft sehr einseitig belichtet.
Raziel
Ich haette ja grundsaetzlich nichts gegen den islamischen Religionsunterricht.
Und wer dagegen ist auf Grund von Lehrermangel: Das ist kein Grund gegen die Einfuehrung von Islam-Unterricht, sonder eine Ausflucht, denn das hat im Grunde nichts mit dem Konzept(!) des Islam-Unterrichts zu tun.
Meine Meinung: Ich finde, dass man Religionsunterricht anbieten sollte. Nein, keinen roemisch-katholischen, evangelischen, islamischen... Unterricht, sondern einfach Religionsunterricht (so aehnlich wie in England). Alle werden in ihrem Klassenverband in eine Klasse gesteckt und dann werden einem Religionen (Anmerkung: Plural ist wichtig) naeher gebracht. So haette man dann Unterrichtsstunden ueber den katholischen, protestantischen, buddhistischen, hinduistischen, islamischen, juedischen, shintoistischen... (ihr versteht schon) Glauben. Es kommt alles dran und wird neutral behandelt (ohne dieses: "Das ist der wahre Glaube."). Alles wird gleich behandelt und im ersten Jahr koennte man die Grundsaetze aller Religionen lehren (wirklich nur das Fundamentale, so wie "die haben einen Gott, die haben viele, die glauben an Jesus und Maria, die haben Buddha..."). Das zweite Jahr widmet man dann zum Beispiel westlichen Religionen, das dritte Vorderasiatischen, das vierte den Asiatischen und so weiter und so fort.
Ich denke doch, dass diese Form von Unterricht Toleranz und Verstaendnis besser foerdern wuerde. Wobei man darin auch mindestens ein Jahr Philosophie einbeziehen kann, oder Philosophie als Alternative bieten koennte (wobei ich eher dafuer bin das ein zu beziehen und auf die selbe Stufe wie Religion zu stellen).
Wenn Islamunterricht eingefuehrt werden sollte, muss er auf Deutsch abgehalten werden, denn man kann nicht von jedem islamisch Glaeubigen erwarten in Deutschland Tuerkisch zu sprechen. Und ja, wenn man in Deutschland wohnt, muss man Deutsch lernen/sprechen und in deutschen Schulen hat Unterricht in einer anderen Sprache nichts zu suchen (ausser diese Sprache wird unterrichtet, oder um Leuten die kein Deutsch sprechen Deutsch bei zu bringen, wobei das dann so waere wie im Englischunterricht (erst die Sprache unterrichten und dann in der Sprache unterrichten)).
Das ist meine hoechst unqualifizierte, aber durchdachte Meinung.

PS: Samael: Ich kenne das auch nur so, dass alle aus dem Religionsunterricht raus wollen und die beneiden, die nicht muessen/ abgewaehlt haben. (Der Grossteil bleibt aber wegen ihrer durchaus guten Noten, oder weil sie wollen, behandeln die, die nicht muessen/wollen, aber nicht anders/schlechter.
BTL
Eine sichtweise der ich mich gerne hingeben kann, Raziel.

Was die Sprache angeht, sehe ich das ähnlich wie Du. Und in den Punkt konnte sich der Rollstuhlfahrer (aka Schäuble) wohl auch durchsetzen.

Soweit ich weiß, ist es durchaus so, dass man an Stelle von religionsunterricht, Philo oder eine andere Geistes- bzw. Sozialwissenschaft belegt. So soetwas an der entsprechenden Schule angelegt wird.

Was den gemeinschaftlichen Religionsuntericht angeht, ist es eine nicht zu verachtende Idee, allerdings ist es in dem Fall kein Religionsunterricht im eigentlichen Sinne.
Der eigentliche Religionsuntericht sieht die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Institutionen vor. Der eigentliche Religionsuntericht soll die Sicht der entsprechenden Konfession auf die Welt verdeutlichen und vertiefen. Nicht einfach nur das Bild eines Aussenstehenden vermitteln.
Ob man das gut oder schlecht findet ist erstmal jeden selbst überlassen.

Ich kenne es jedoch aus meinem Religionsuntericht so, dass dieser Konfessionsbelassene Untericht in keiner Weise mit Scheuklappen versehen ist. Wir (katholiken) haben uns auch mit anderen Religonen beschäftigt. In den frühen Jahren haben wir uns mit der Bibel an sich, den großen Christlichen Glaubensgemeinschaften und der Institution katholische Kirche befast. In den Klassen 8-10 haben wir die anderen Weltreligionen Buddismus, den Islam, das Judentum und den Hinduismus sowie Gefahr und Weltanschauung und daseinsberechtigungen von Sekten (wie im vorhergehenden Absatz beschrieben von aussen gesehen) besprochen. In der Oberstufe dann haben wir uns mit theologisch-philosophischen Fragen beschäftigt, wie etwa die Frage, ob es einen Gott gäbe, welchen Platz die Religion in der Wissenschaft und die Wissenschaft in der Religion einnehmen, oder ob Jesus wirklich lebte und wo die Unterschiede zwischen Jesus und Christus bestanden. Der letzte Teil wurde aus einer konnfessionellen Sicht bearbeitet. Jedoch bedeutete das nicht, dass wir keine anderen Quellen zugelassen haben. Wir hatten viele Texte des Dalai Lamas, Auszüge aus Koran- Interpretationen, Abhandlungen von Nietsche oder Kant und anderen vielseitigen Quellen.

Mir persönlich hat der Religionsuntericht -gerade in der Oberstufe- viel gebracht. Nicht, weil ich sonderlich gläubig war oder weil man hier einfach gute Noten abstauben konnte (das natürlich auch ), sondern weil es eine gute ergänzung zum Philosophieuntericht war und weil ich gelernt habe mich auch in andere Positionen hineinzuversetzen um deren Standpunkt nachzuvollziehen.

Aber gerade dieser letze Teil ist sowohl für Schüler als auch für Lehrer schwer aus theologischer (nicht philosophischer) Sicht zu bearbeiten, wenn man keinen festen Standpunkt hat - was die von Raziel beschriebene Religionslehre darstellen würde.
schwarze.Ratte
Hab nicht alles gelesen *zu faul ist*
Aber meine Meinung dazu:

Der Islam ist nicht in Deutschland zu Hause, also sollte es auch keinen dementsprechenden Religionsunterricht geben. Die können an speziellen privaten Schulen mit hohem Ausländeranteil einen solchen Unterricht einführen, aber nicht an normalen Schulen.

Dazu kommt der Lehrermangel bzw die Ausfallstunden. Wenn man Abitur machen will und seine Aufgaben aus Düsseldorf bekommt ist es schon doof, wenn vorher 2 Wochen ein Lehrer krank war und kein Unterricht stattfinden konnte.
imaginary.9
Hab die Texte mehr oder weniger überflogen.
Und bin erstaunt, wie viele von euch die 'Türken' tolerieren.
Ich kann nicht alle in einem Topf stecken.
Und das Wort 'Türke' steht hier eig. nur allgemein für die Jugendlichen/teilweise auch Erwachsenen, die aus dem Südosten stammen (rund um den Iran), welche sich zum größten Teil assozial und primitiv geben.

Fakt ist, dass es leider Religionen gibt, egal, wie schwachsinnig sie sind, der Staat darauf angewiesen ist, weil Religionen ja menschliche Werte und Richtlinien vermitteln *äähm..ja* und es im Grundgesetz heißt, dass jede Religion frei ausgeübt werden kann, solange keine andere dabei verletzt wird.
Deshalb müsste theoretisch für jede große Religion ein Fach in der Schule unterrichtet werden.
Ob genug Fachkräfte vorhanden sind oder nicht, das ist eine andere Sache.

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Meine eigene Meinung dazu ist, dass bei vielen Moslemen dieser Religionsunterricht nicht bringen würde. Eigene Erfahrung: Ich nehme an keinem Religionsunterricht teil, bekam deshalb im vergangenen Schuljahr praktische Philosophie unterrichtet. Fand ich cool, endlich Themen, die mir schon lange auf der Zunge brennen.
Nur: Bis auf drei Freunde von mir (einschließlich einer bekennenden Moslemin) nahm KEINER an dem Unterricht teil. Es war das reinste Horrorzenario! Die Schüler machten, was sie wollten, keiner verstand so einfache Worte wie 'moral', von der haben die meisten eh noch nie etwas gehört.
Kaum einer nahm das Thema ernst.
Ein echtes Trauerspiel!

Weshalb sollten sich dann moslemische Schüler für ihren eigenen Unterricht interessieren, wbei sich die Religion eh in mehrere Teile spaltet?
Für die einen ist es eine Todsünde, wenn eine Moslemin kein Kopftuch trägt, den anderen egal. Die einen richten sich nach Attatürk, der Rest scheisst auf den.
Man könnte keinen anständigen Unterricht führen, weil dieser ähnlich wie philosophie abläuft. Im katholischen (oder evangelischen?) Religionsunterricht sprach die Klasse bei uns letztens über Themen wie Stammzellenforschung. Den meisten Moslemen würde das kein Stück interessieren. Es geht immer nur um Oberflächligkeiten. Und wehe dem, der irgendetwas gegen die Religion äußert! Ach, der wär schon längst tot! alleine eine andere Meinung reicht vollkommen aus, um solche Schüler auf die Palme zu bringen.
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Danke für die Aufmerksamkeit, Rede beendet =)

Lg an alle, die sich gegrüßt fühlen wollen
Never
Ich seh das ähnlich und ich denke Islamunterricht würde den Abgrund zwischen Deutschen und Türken noch weiter vertiefen. Ich denke grade durch unseren Religionsunterricht haben sie die Möglichkeit unsere Religion und unser denken besser zu verstehen. Außerdem getrenntes Unterrichten, auch wenns nur ein Fach ist,macht es vielleicht noch schwerer sich in die Geselschaft einzufügen.
Tirrel
Als ich noch zur Realschule ging, wurde anfangs pro Jahr eine Weltreligion durchgenommen und in den letzten drei Jahren dann vertiefter Unterricht in Philosophie, Sekten und kleinere Religionen. Ich finde, die Lösung war soweit ganz gut! Jeder Schüler einer jeden Religionsangehörigkeit hatte so die Möglichkeit einen Einblick ind andere Kulturen zu werfen und das wurde von der eindeutigen Mehrheit der Schüler auch gerne angenommen.

Ich bin nicht dafür, extra Unterricht einzuführen, sondern die Spezialisierungen der einzelnen Schulen wie "kath. Beispiel-Realschule" oder "evang. Gymnasium XYZ" aufzuheben und die Themen des Religionsunterrichtes zu verallgemeinern! Das würde meiner Meinung nach eher zum Image "Multi-Kulti-Deutschland" passen.