Ebay Auktion: frisch geschredderte Ebay - Regeln

mondfeuer
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He he he.. ich find diese Auktion so cool. Ebay wird echt immer schlimmer. Es macht schon fast keinen Spaß mehr dort Artikel rein zu stellen, man soll jedesmal recht viel bezahlen- hat aber von Ebay als Verkäufer kaum Schutz.
Séncja
Die Auktion ist eigentlich totaler Käse. Ebay richtet sich da eh nur an die Richtlinien der EU, nachdem der Verkäufer eigentlich sämtliches Verpackungsmaterial zurücknehmen muss. Beispiel:
Person X versteigert seine Stereo-Anlage über ebay. Person A ersteigert diese, bezahlt den Preis und erhält die Ware. Laut EU-Richtlinien kann Person A nun verlangen, dass Person X bei ihm vorbei fährt und das Verpackungsmaterial abholt.

Wenn ebay zum Ausgleich einführt, dass Person X zukünftig die Portokosten mit übernimmt, so ist das ein gerechter Ausgleich dafür, dass man die Verpackungsmaterialien nicht zurücknimmt.

Zumal: Solche Regeln sind präventiv zur Sicherheit gegen all den Schrott, der immer für 1€ reingestellt und von entschrottern gekauft wird. Einen defekten Fernseher zurückzugeben und verschrotten zu lassen, kostet zB in Berlin 15,40€. Stellt man das bei ebay rein, so bekommt man 1€ und zahlt knapp 6€ Porto. Somit ist man, trotz Verlust, dennoch besser weggekommen. Was daran also unfair oder dumm sein soll, bleibt mir ein Rätsel. ebay ist schließlich ein Online-Auktionshaus und keine Tauschbörse für Müll und Schrott.

In meinen Augen führt das zwar, dass "Dumping Preise" bei ebay nun erhöht werden, weil man beim Sofortkauf immer die Portokosten draufhaut, aber insgesamt befürworte ich es als Verbraucher, dass man zwar
a) alle Artikel gleich zum Festpreis, ohne weitere Portokosten, angeboten bekommt und
b) man günstiger wegkommt, wenn man seinen Hintern zu einem Laden in seiner Umgebung bewegt und dort einkauft.

Kann ja nicht sein, dass der Einzelhandel stagniert, nur weil jeder Pimp was bei ebay reinstellt zu einem Preis, mit dem man nicht konkurrieren kann.


Bei Powerseller war es eh schon immer so, dass der Käufer die Portokosten trägt ...
mondfeuer
Ich find die Auktion trotzdem richtig gut. Z.B. wird ja wohl nicht in den EU Richtlinien stehen, dass Verkäufer den Käufer nicht mehr negativ oder neutral bewerten dürfen, oder? Damit Käufer keine Angst mehr vor "Rachebewertungen" haben, schön und gut- nur wer schützt die Verkäufer? Oder das sie so viel Geld für die Auktionen nehmen? Oder das man erst nach 7 Tagen einen nicht bezahlten Artikel melden darf ( hört sich jetzt wenig an, aber wenn z.B. jemand zu dem Abholtermin nicht gekommen ist , danach nicht mehr erreichbar ist und sich nicht meldet- sind 7 Tage verdammt lange Wartezeit).

Außerdem finde ich es überhaupt nicht schlimm wenn jemand seinen defekten Fernseher oder so verkauft- es gibt schließlich Bastler die sich darüber freuen. Außerdem wird es gerade für den Privatmann/ die Privatfrau immer schwieriger Dinge über Ebay zu verkaufen. Soll sich Ebay in ein reines Warenhaus mit ausschließlich Neuware verwandeln?
Bei Hood ist das alles noch viel viel besser- leider kennen nicht genug Leute Hood und somit ist dort das Angebot rel. klein.
Séncja
Zitat:
Original von mondfeuer
Ich find die Auktion trotzdem richtig gut. Z.B. wird ja wohl nicht in den EU Richtlinien stehen, dass Verkäufer den Käufer nicht mehr negativ oder neutral bewerten dürfen, oder? Damit Käufer keine Angst mehr vor "Rachebewertungen" haben, schön und gut- nur wer schützt die Verkäufer?

Naja, bei mir ist es schon öfters vorgekommen, dass ein Verkäufer sich 2 Monate Zeit gelassen hat mit der Lieferung, trotz mehrfacher Kontaktaufnahme. Freundlicherweise habe ich dann eine schlechte Kritik bekommen, weil ich dem keine gute Bewertung gegeben habe. Da kommt man sich als Käufer dämlich vor.

Als Verkäufer hatte ich mal den Fall, dass jemand etwas ersteigerte, aber nicht zahlte. War anscheinend ein Fake-Account. Für den Fall darf man kostenlos den Artikel neu einstellen und zahlt keine Gebühren. Genauso hat man als Verkäufer die Möglichkeit, demjenigen mit dem zweithöchsten Gebot den Zuschlag zu geben, sollte der Auktionsgewinner seinen Pflichten nicht nachkommen. Eine Wartezeit von 7 Tagen ist hierbei angemessen, da eine Überweisung 3 Tage Bearbeitungszeit braucht. Wenn ein WE dazwischen ist, dauert es 5 Tage. Ergo hat der Käufer 2 Tage Bearbeitungszeit. Das ist laut kaufmännischer Sichtweise richtig.


Zitat:
Original von mondfeuer
Oder das sie so viel Geld für die Auktionen nehmen?

Soviel Geld ist das gar nicht. Außerdem sollte man bedenken, dass die Wartung der Server und die Logistik von ebay auch Kosten abwirft, die gedeckt werden müssen. Und in Bezug darauf, ist das auch in Ordnung.


Zitat:
Original von mondfeuer
Außerdem wird es gerade für den Privatmann/ die Privatfrau immer schwieriger Dinge über Ebay zu verkaufen. Soll sich Ebay in ein reines Warenhaus mit ausschließlich Neuware verwandeln?

Warum soll das für Privatkäufer schwieriger werden? Man stellt halt ein Artikel nicht mehr für 1€ rein, sondern für 7€, um die 6€ Portokosten gleich zu decken. Die Gewinnspanne schrumpft, ja, aber wenn du auf einen Flohmarkt gehst und einen Stand eröffnest, zahlst du wesentlich mehr, als wenn du mal eben die Artikel bei ebay reinstellst. Zumal ebay Anwendungen für Zahlungen usw. bereitstellt, wodurch man sich unmengen an Arbeit erspart. Das merkt man als Anwender nicht, wenn man hin und wieder mal einen Artikel einstellt, aber mit der Zeit spart man sich Arbeit und Zeit, durch den Support.
mondfeuer
Zitat:
Original von Séncja
Naja, bei mir ist es schon öfters vorgekommen, dass ein Verkäufer sich 2 Monate Zeit gelassen hat mit der Lieferung, trotz mehrfacher Kontaktaufnahme. Freundlicherweise habe ich dann eine schlechte Kritik bekommen, weil ich dem keine gute Bewertung gegeben habe. Da kommt man sich als Käufer dämlich vor.

Natürlich ist sowas unschön. Sowas ist auch nicht ok. Keine Frage.

Zitat:
Original von SéncjaAls Verkäufer hatte ich mal den Fall, dass jemand etwas ersteigerte, aber nicht zahlte. War anscheinend ein Fake-Account. Für den Fall darf man kostenlos den Artikel neu einstellen und zahlt keine Gebühren. Genauso hat man als Verkäufer die Möglichkeit, demjenigen mit dem zweithöchsten Gebot den Zuschlag zu geben, sollte der Auktionsgewinner seinen Pflichten nicht nachkommen.Eine Wartezeit von 7 Tagen ist hierbei angemessen, da eine Überweisung 3 Tage Bearbeitungszeit braucht. Wenn ein WE dazwischen ist, dauert es 5 Tage. Ergo hat der Käufer 2 Tage Bearbeitungszeit. Das ist laut kaufmännischer Sichtweise richtig..


Genau, das hat man. Aber wenn man es einem unterlegenen Bieter anbietet, dann bekommt man weniger Geld für den Artikel. Wenn man den Artikel nochmal rein stellt, kann es einem passieren das man ebenfalls viel weniger Geld bekommt. Außer, man macht Sofort-Kauf oder den Startpreis auf den gewünschten Preis- nur zahlt man dann auch wesentlich mehr Angebotsgebühren. ( Man bekommt nur die Gebühren von der Auktion erstattet, wo der Käufer nicht gezahlt hat- aber logischerweise nicht von der neuen)

Ich sagte ja, das die 7 Tage zu viel sind, für Artikel die abgeholt werden müssen und der Käufer am verabredeten Termin nicht erschienen ist und sich nicht mehr meldet. Das hat ja nichts mit einer Überweisung zu tun. Bei mir ist das gerade so. Ich habe so ein riesen Terra verkauft. Sa. war der Abholtermin. Ich habe dieses schwere Teil das enge Treppenhaus bei uns runter geschleppt, für den Abholtermin andere Termine abgesagt und saß dann ab 14 Uhr den ganzen Tag zu Hause. Nun steht das Terra im Weg, jedesmal wenn man es die Treppe rauf oder runter trägt besteht die Gefahr dass es kaputt geht. Es ist total schwierig zu packen. Außerdem ist auch nicht ständig jemand zum tragen hier. Nun muss ich aber noch 5 Tage das Ding im Flur stehen lassen, bis ich des einem anderen anbieten kann. Das ist ärgerlich.
Zumal der unterlegene Bieter bestimmt in dieser Zeit ein anderes Terra kauft. Hätte ich es ihm gestern anbieten können, wäre die Chance höher gewesen, das er es nimmt.
Und ich kann diesem Käufer noch nicht mal eine schlechte Bewertung geben.

Zitat:
Original von Séncja
Soviel Geld ist das gar nicht. Außerdem sollte man bedenken, dass die Wartung der Server und die Logistik von ebay auch Kosten abwirft, die gedeckt werden müssen. Und in Bezug darauf, ist das auch in Ordnung

Ich finde es schon viel Geld. Ein Artikel muss mind. 10 Euro oder mehr abwerfen, damit es sich überhaupt lohnt es in Ebay rein zu stellen. Bei Hood kostet eine Standardauktion gar nichts. Hood macht mehr Werbung- nur ist die nicht aufdringlich. Wäre mir bei Ebay auch lieber.


Zitat:
Original von Séncja
Warum soll das für Privatkäufer schwieriger werden? Man stellt halt ein Artikel nicht mehr für 1€ rein, sondern für 7€, um die 6€ Portokosten gleich zu decken.


Bei einem Startpreis von 7 Euro ( oder z.B. 20 Euro) kostet es mehr Angebotsgebühren. Je höher der Startpreis desto höher die Gebühren. Und desto höher muss nachher der Endpreis sein, damit sich das "rein stellen" überhaupt lohnt. Außerdem ist es nach meiner Erfahrung so, dass ingesamt weniger Leute bieten, wenn man einen hohen Startpreis nimmt und oft deswegen der Artikel günstiger verkauft wird- weil sich die Leute nicht so in das Bieten "rein steigern". Natürlich ist das kein muss. Ich glaube sowas in der Art steht sogar auch bei Ebay drin.

Zitat:
Original von Séncja
Die Gewinnspanne schrumpft, ja, aber wenn du auf einen Flohmarkt gehst und einen Stand eröffnest, zahlst du wesentlich mehr, als wenn du mal eben die Artikel bei ebay reinstellst.


Naja, das stimmt auch net in allen Fällen. Man bezahlt bei Ebay pro Artikel ( Angebotsgebühren und Verkaufsgebühren). Bei einem Flohmarkt zahlt man 1x und hat sehr viele Artikel mit. Wenn man nun sehr viele Artikel hat- die alle nicht so wertvoll sind, macht man bei Ebay ständig Minus. Auf einem Flohmarkt könnte man evtl. ein Plus machen. Es kommt einfach drauf an was man verkaufen möchte. Der Arbeitsaufwand dürfte in so einem Fall sogar fast gleich sein. Fotos machen, ein gutes Bild auswählen, Artikelbeschreibung schreiben, sich durch das Verkaufsformular klicken dauert immer ewig. ( bei mir pro Artikel ca. 1 Stunde)
geistLich
Nette Auktion wie ich finde

Ich finde die Regelung das Porto betreffend alles andere als schön. Man darf als Porto maximal 7 Euro anbieten, aber der Versand eines 10-20 kg Paketes kostet bei DHL alleine schon 8,90 EUR. Verkauft man also einen Artikel für 5 Euro, darf man davon alleine schon 1,90 EUR fürs Porto zusteuern, also hat man nur noch 3,10 EUR Gewinn. Verkauft man hingegen etwas für 1 oder 2 Euro, macht man sogar noch Verlust bei! (bzw, 10 Cent Gewinn im zweiten Falle).

Ironisch dabei ist, dass Ebay ja gerade seine 1-Euro-Auktionen anpreist. Zudem ist das Galeriebild nur bei einem Startpreis von einem Euro kostenlos, sonst sind es 0,75 Euro für das Galeriebild.