Makaber: Passant stößt lebensmüden Mann von Brücke

mondfeuer
Ein genervter Passant hat in China einen lebensmüden Mann von einer Brücke in die Tiefe gestoßen. Der Lebensmüde, der zuvor stundenlang auf der Brücke in der Stadt Guangzhou gestanden hatte, fiel acht Meter tief auf ein Prallkissen, das die wartenden Rettungsdienste ausgebreitet hatten. Der überschuldete Mann namens Chen Fuchao überlebte mit Verletzungen an Wirbelsäule und Ellbogen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete.

„Ich habe ihn gestoßen, weil Leute wie Chen sehr egoistisch sind“, sagte der Passant Lai Jiansheng. Der Verkehr an der Brücke war stundenlang aufgehalten und das Gebiet von der Polizei abgeriegelt worden. „Die trauen sich doch gar nicht, sich umzubringen. Sie wollen damit nur die Aufmerksamkeit der Behörden auf ihren Fall lenken.“ Lai wurde dem Bericht zufolge von der Polizei abgeführt.

Vor dem Zwischenfall hatte sich der 66-Jährige angeboten, mit dem Lebensmüden zu reden, wurde von der Polizei aber zurückgewiesen. Dem Bericht zufolge durchbrach er daraufhin die Absperrung, kletterte zu Chen, begrüßte ihn mit einem Handschlag – und gab dem Lebensmüden einen Schubs. Einem Zeitungsbericht zufolge wurde Lai wieder gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Er soll Medikamente wegen einer nicht näher bezeichneten Geisteskrankheit nehmen und auf dem Weg ins Krankenhaus gewesen sein.

Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article37...on-Bruecke.html



Krass...

Ok, es hat eine gewisse Logik. Aber trotzdem heftig.
geistLich
Oha, auch nicht schlecht. "Eine nicht näher genannte Geisteskrankheit"? Aja..

Aber warum haben die Polizisten ihn überhaupt vorbei gelassen? Die hätten auch einfach besser aufpassen können, anstatt abzuwarten, was passiert... Wäre der Mann wirklich gestorben, hätte man in erster Linie die Polizisten schuldig machen sollen, weil diese Ihre Pflicht des Absperrens nicht eingehalten haben und einfach diesen wildfremden Mann passieren ließen...
merla
naja, "einfach passieren" lassen haben sie ihn bestimmt nicht .... denk ich mal ....

aber eine gewissen Logik ist dem wirklich nicht abzusprechen. Im Prinzip hatte der Schubser ja recht. Die, die nicht sofort springen, wollen sich vllt wirklich nicht umbringen. Naja, oder sie warten darauf, genügend Publikum zu haben.
Aaaaaaber, ich könnt mir vorstellen, dass sich das mit dem Selbstmord für den einen jetzt erledigt hat.

Ich frag mich aber auch, was das für eine Krankheit ist, die der Schubser haben soll. Vllt ja so eine "da ist ein großer roter gefährlicher Knopf auf den ich nicht drücken soll es aber trotzdem tu" krankheit

Naja, in Ordnung ist es nicht. Der Mann hätte wirklich sterben können, da wär der Schubser denk ich mal wegen Mord drangewesen.
Kenji Icarus
Also ich weiß nicht, was es sich da großartig aufzuregen gibt. Wenn der Lebensmüde einfach gesprunge wäre, dann hätte es vorher keine Zeit gegeben, ein Prallkissen aufzubauen. Dann würde er am Boden kleben und die Behörden hääten mehr Arbeit.
Damit hätte ein Sprung größeren Schaden angerichtet. So hat er nur den Verkehr aufgehalten. Dementsprechend kann ich das Verhalten des Schubsers gut nachvollziehen. Allerdings würde ich selber niemanden schubsen. Wenn ich allerdings auf der Brücke stehen und springen wollen würde, dann würde ich das auch tun.
Aufmerksamkeit kann man auch anders bekommen.
Agony
Leute die jemanden von der Brücke schubsen (mit gute Begründung) sind Geisteskrank und Leute die Kaninchen töten oder sich selber ritzen um das Blut zu trinken, sind Satanisten... Christen u.a. einem toten huldigen sind aber "normal"...

Wenn man sich schon umbringt, dann doch bitte nicht so egoistisch sein.

- am besten im Wald, der Wald und seine Bewohner haben was zu fressen und dünger.
- wenn schon in der Öffentlichkeit, dann doch bitte an einem Ort wo den Schmutz leicht entfernen kann
- einfach machen, keine Aufmerksamkeit erregen die zu Sperrungen des Öffentlichen Verkehs führen.

Als ich letzten Freitag nach Berlin gefahren bin, kam ich mit über 2 Stunden Verspätung da an, musste ganz anders fahren als geplant und durfte im letzten Zug im Gang sitzen. Wegen "Personenschaden"...

Agony
geistLich
Zitat:
Original von Kenji Icarus
Also ich weiß nicht, was es sich da großartig aufzuregen gibt. Wenn der Lebensmüde einfach gesprunge wäre, dann hätte es vorher keine Zeit gegeben, ein Prallkissen aufzubauen. Dann würde er am Boden kleben und die Behörden hääten mehr Arbeit.


Das glaube ich eher weniger. Der Verkehr wurde aufgehalten, dadurch kann ein wirtschaftlicher Schaden entstanden sein, den man so nicht ermessen kann. Zudem waren xx Polizisten die ganze Zeit vor Ort, um für diesen Einsatz da zu sein. Und dieser Einsatz kostet auch noch Geld, und da ein Polizeieinsatz teurer ist, als ein 1-Euro Jobber oder eine Reinigungsfirma, unterstelle ich jetzt einfach mal, dass diese Angelegenheit billiger wäre, wenn der vermeintliche Suizidler gesprungen wäre.
Kenji Icarus
@geistLich: Das ist, was ich sagen wollte, ich habe mich nur falsch ausgedrückt.

@Agony: Das hatte ich auch schon mal, als ich nach Berlin gefahren bin, da musste die Bahn einen Umweg von 1 Stunde nehmen.