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"Er galt als Vorzeigewissenschaftler, war ein erfolgreicher Forscher, der sich mit längst versunkenen Welten beschäftigte. Doch Michael F. führte ein Doppelleben - sein morbides Hobby wurde einer jungen Frau schließlich zum Verhängnis. Er soll sie ermordet, die Leiche geschändet haben.
Hamburg - Michael F. studierte Geologie und Paläontologie in Stuttgart, schrieb seine Examensarbeit über Flugsaurier und promovierte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Seither arbeitet er als Projektleiter an einem renommierten Museum, sitzt im Vorstand der "Paläontologischen Gesellschaft", hält Vorträge, gilt als versiert auf seinem Fachgebiet.
Im Juli vergangenen Jahres geriet das vorbildliche Leben des Michael F. aus den Fugen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat nun gegen den 37-Jährigen Anklage wegen Mordes und Störung der Totenruhe erhoben. Die Vorwürfe wiegen schwer.
Michael F. soll demnach die aus Zossen im Landkreis Teltow-Fläming stammende Speditionskauffrau Anja P. in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 2008 in einer Ferienwohnung in Beelitz-Heilstätten getötet haben, um seinen Geschlechtstrieb zu befriedigen. Als Störung der Totenruhe werten die Ankläger die Tatsache, dass sich der mutmaßliche Täter laut Gutachten an der Leiche der 20-Jährigen verging.
Es ist das traurige Ende einer Internet-Bekanntschaft. Michael F. und Anja P. sollen sich seinem Verteidiger zufolge über die virtuelle Gothic-Szene kennengelernt haben. "Sie haben wochenlang gechattet und sich auch via Webcams verständigt", sagt Matthias Schöneburg, Rechtsanwalt in Potsdam, SPIEGEL ONLINE.
Am 26. Juli 2008 begegnen sich Michael F. und Anja P. zum ersten Mal wahrhaftig. Sie haben sich zu einem Foto-Shooting verabredet. Michael F. versteht sich als Hobby-Fotograf, spezialisiert auf morbide Motive. Unter seinem Künstlernamen Cly Bawn führt der akkurate Wissenschaftler ein virtuelles Doppelleben. Für seine Fotografien mit Todessymbolik sucht er sich Frauen aus der Gothic-Szene. Auf seiner Homepage, die inzwischen gesperrt wurde, soll er seine Vorliebe für Morbides ausgelebt haben.
F.s Idee soll es gewesen sein, Anja P. - auch sie gebildet, eine sogenannte "Tochter aus gutem Haus" - in die verfallenen Gebäude auf dem Gelände eines ehemaligen Lungensanatoriums zu locken."
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,602730,00.html
Ich bin gespannt, wie lang es dauert, bis wieder eine Hetzkampagne gegen Gothics startet und ob wir jetzt alle pauschal zu BDSMern gemacht werden.
Hamburg - Michael F. studierte Geologie und Paläontologie in Stuttgart, schrieb seine Examensarbeit über Flugsaurier und promovierte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Seither arbeitet er als Projektleiter an einem renommierten Museum, sitzt im Vorstand der "Paläontologischen Gesellschaft", hält Vorträge, gilt als versiert auf seinem Fachgebiet.
Im Juli vergangenen Jahres geriet das vorbildliche Leben des Michael F. aus den Fugen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat nun gegen den 37-Jährigen Anklage wegen Mordes und Störung der Totenruhe erhoben. Die Vorwürfe wiegen schwer.
Michael F. soll demnach die aus Zossen im Landkreis Teltow-Fläming stammende Speditionskauffrau Anja P. in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 2008 in einer Ferienwohnung in Beelitz-Heilstätten getötet haben, um seinen Geschlechtstrieb zu befriedigen. Als Störung der Totenruhe werten die Ankläger die Tatsache, dass sich der mutmaßliche Täter laut Gutachten an der Leiche der 20-Jährigen verging.
Es ist das traurige Ende einer Internet-Bekanntschaft. Michael F. und Anja P. sollen sich seinem Verteidiger zufolge über die virtuelle Gothic-Szene kennengelernt haben. "Sie haben wochenlang gechattet und sich auch via Webcams verständigt", sagt Matthias Schöneburg, Rechtsanwalt in Potsdam, SPIEGEL ONLINE.
Am 26. Juli 2008 begegnen sich Michael F. und Anja P. zum ersten Mal wahrhaftig. Sie haben sich zu einem Foto-Shooting verabredet. Michael F. versteht sich als Hobby-Fotograf, spezialisiert auf morbide Motive. Unter seinem Künstlernamen Cly Bawn führt der akkurate Wissenschaftler ein virtuelles Doppelleben. Für seine Fotografien mit Todessymbolik sucht er sich Frauen aus der Gothic-Szene. Auf seiner Homepage, die inzwischen gesperrt wurde, soll er seine Vorliebe für Morbides ausgelebt haben.
F.s Idee soll es gewesen sein, Anja P. - auch sie gebildet, eine sogenannte "Tochter aus gutem Haus" - in die verfallenen Gebäude auf dem Gelände eines ehemaligen Lungensanatoriums zu locken."
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,602730,00.html
Ich bin gespannt, wie lang es dauert, bis wieder eine Hetzkampagne gegen Gothics startet und ob wir jetzt alle pauschal zu BDSMern gemacht werden.
hervorragend... das der typ einfach nur gestört war und es davon unter den stino's prozentual weit mehr gibt als in IRGENDEINER subkultur wird garantiert mal wieder völlig ausser acht gelassen...