Koch: Ypsilanti, Al-Wazir und die Kommunisten stoppen

BTL
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Ja, wie praktisch, das der Tarek einen Vater mit komischen Namen und die Andrea nicht den komischen Typen geheiratet hätte, dann müsste der Wahlkampfslogan vom Roland ja lauten:

Dill, Knisch und die Kommunisten stoppen.

Hmm... ich bin von den Geschehnissen um Frau Ypsilanti in den letzten Monaten nicht begeistert, aber Herr Kochs Stilmittel sind einfach unter aller Sau.
Séncja
Kommunisten stoppen? Bitte? Was hat die Linkspartei mit Kommunismus zu tun?

Das ist ein ganz dreckiger Stil. Das ist Verleumdung und ich hoffe, der Koch bekommt bei der Wahl nochmal einen auf den Deckel. So jemand hat in der Politik nichts zu suchen!

Ja, ich empfinde die Geschichte um Ypsilanti auch nicht schön, vor allem weil man da amateurhaft gearbeitet hatte und man hinterher einen Anschein von Inkompetenz erweckte, als die Wahl scheiterte. Dennoch sollte man sich im Wahlkampf nicht auf solch ein Niveau herabsetzen. Das geht einfach nicht.
Hagen
Zitat:
Original von Séncja
Kommunisten stoppen? Bitte? Was hat die Linkspartei mit Kommunismus zu tun?


Ich würde sagen: Ziemlich viel.

Nicht umsonst gibt es in der PDS/Linkspartei ja auch die "Kommunistische Plattform" einer gewissen Sarah Wagenknecht.
Séncja
Zitat:
Original von Hagen
Zitat:
Original von Séncja
Kommunisten stoppen? Bitte? Was hat die Linkspartei mit Kommunismus zu tun?


Ich würde sagen: Ziemlich viel.

Nicht umsonst gibt es in der PDS/Linkspartei ja auch die "Kommunistische Plattform" einer gewissen Sarah Wagenknecht.

Die Linkspartei hat kein kommunistisches Manifest vereidigt, genauso wenig, wie dass sie Ähnlichkeiten mit vergangenen kommunistischen Parteien aufweist. Die kommunistische Plattform ist daher auch wenig aussagekräftig.

Wesentliches Anliegen der KPF ist die Bewahrung und Weiterentwicklung marxistischer Positionen innerhalb der Linkspartei. [...] Hauptanliegen sind Verbesserungen im Interesse der Nichtbesitzenden. Weitere zentrale Anliegen sind Antifaschismus und Antirassismus. Der Zusammenschluss wendet sich vehement gegen jegliche Art von Antikommunismus.

Das sagt zwar aus, dass die Kommunistische Plattform linke Tendenzen hat, dennoch hat sie nicht das Ziel, die bestehenden Grundsätze der Politik über einen Haufen zu werfen und eine zweite DDR zu errichten. Die Bezeichnung "Kommunisten" ist somit eine Diffamierung und unter aller Sau.


Aber schauen wir uns mal andere Parteien an: Nennt jemand die CDU/CSU-Fraktion Antisemiten? Rassisten? Nazis? Warum nicht? Bei der Gründung der Partei bestand ein großer Teil der Fraktion aus ehemaligen Rechtspopulisten. Oder wollen wir über Bündnis/90 sprechen, die DDR-Funktionäre in ihrer Partei getarnt und geschützt haben?

Die SPD geht ja auch nicht herum und kritzelt an Roland Koch Plakaten dem Herren einen Hitlerbart, zeichnen Guido Westerwelle neben Bin Laden, während sich beide die Hände schütteln usw.
Hagen
Glaubst Du denn, daß die "Kommunistische Plattform" ihre politische Heimat rein zufällig in den Reihen der LINKSPARTEI gefunden hat?

Besteht da wirklich keinerlei Zusammenhang mit den Idealen dieser Partei?
kdw
Ein paar Hintergründe und Zitate der hessischen PDL findest du unter

wir-lassen-uns-nicht-linken.de

Bisher hat sich offenbar niemand die Mühe gemacht, die dort gemachten Angaben zu widerrufen..

Aber zurück zum Thema: auch wenn Koch sicher nicht der beste ist, diesmal hat er nichts verkehrt gemacht.. Das Glück ist halt..
InMyWinter
auch wenn ich im anfangsstadium die damalige pds nicht so schlecht fand, ist es einfach unvertretbar aussagen wie "Es gibt nur zwei demokratische Parteien: DKP und PdL" zu treffen (wir-lassen-uns-nicht-linken.de). solange die linke mit der dkp sympathisiert, brauch sie sich nicht wundern, das sie angefeindet wird. für die dkp ist das endziel der kommunismus und der sozialismus eine übergangslösung. endziel ist somit die abschaffung der demokratie.
welches mitglied einer anderen partei würde das denn nicht ausnutzen für seine wahl? wenn man sich so aufs eis begibt, dann bricht man irgendwann ein.
nach der wiedervereinigung hat gysi und konsorten peinlichst drauf geachtet, dass da keine offenen kommunistisch/sozialistischen elemente nach außen getragen werden, um genau das zu vermeiden. aber manche lernens eben nicht.
kdw
Zitat:
Das sagt zwar aus, dass die Kommunistische Plattform linke Tendenzen hat, dennoch hat sie nicht das Ziel, die bestehenden Grundsätze der Politik über einen Haufen zu werfen und eine zweite DDR zu errichten. Die Bezeichnung "Kommunisten" ist somit eine Diffamierung und unter aller Sau.


Da bist du mit deiner Meinung auf Kreisebene wohl nicht alleine, allerding auf Landesebene nicht. Und diese, wie auch die Bundesebene prägen mein Bild, weil diese die Politik machen.

Zitat:
„Ich bin Marxist, und die Bezeichnung Kommunist ist für mich kein Schimpfwort.“ .

Willi Van Ooyen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rhein-Main Zeitung, 27. September 2007


Und wenn ich dann noch Lese, dass die Mitglieder, Hartz IV-Empfänger, austreten, weil sie ihre Meinung nicht vertreten sehen, und ihnen keine Lösungsansätze, sondern nur leere Phrase an den Kopf geworfen werden, dann hat es für mich nur noch mit Bauernfängerei zu tun.