Séncja
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Der Streit um die Hausarbeit - in den USA endete er tödlich. Ein zwölfjähriger Junge erschoss seine Mutter (34)!
Dafür wurde der Junge jetzt von einem Richter aus einer Kleinstadt im Bundesstaat Arizona für schuldig befunden.
Wie die US-Lokalmedien berichten, waren Mutter und Sohn im August des vergangenen Jahres lautstark aneinandergeraten. Als die Mutter das Haus verließ, holte sich der Junge eine Pistole aus ihrem Schlafzimmer. Dann wartete er auf ihre Rückkehr. Vor den Augen ihres Lebensgefährten tötete er die Frau mit acht Schüssen.
Hinter dem brutalen Verbrechen steckt eine Familientragödie. Wie die Schwester der Getöteten vor Gericht sagte, habe die Mutter nicht gewollt, dass ihr Sohn bei ihr lebte. Sie habe den Jungen häufig misshandelt und angebrüllt. "Er ist ein lieber, ruhiger Junge", sagte die Tante.
Der Anwalt des Jungen sagte, die Mutter sei in ihrer Kindheit selbst misshandelt worden. Es handele sich um einen "tragischen Kreislauf" der Gewalt.
Quelle: express.de |
Hier stellen sich gleich mehrere Fragen:
- Wußte das Kind überhaupt, was es tat?
- Kann man dem Kind wirklich Schuld zusprechen, wenn es am Ende eine Art Notwehr wegen Misshandlung war?
- Ist Aggressivität und Misshandlung wirklich vererblich?
Irgendwie finde ich es komisch. Ich habe zwar viele psychologische Berichte schon darüber gelesen, dass die Kinder, das pädagogische Verhalten ihrer Eltern adoptieren und selber anwenden, jedoch frage ich mich: Wissen es die Kinder, in dem Fall die Mutter, nicht eigentlich besser?
merla
Also, ich finds einen schwierigen Fall.
Man muss aber festhalten, dass es sich um eine geplante Tat gehandelt hat, schließlich hat der Junge nicht aus der Situation heraus nach einer Waffe gegriffen und losgeschossen. Er hat sie geholt als die Mutter ging, hat gewartet und geschossen.
Es wird zwar nicht gesagt, wie lange die Mutter weg war, aber man es doch als geplant ansehen.
Und auch sonst wird nicht all zu viel zum Hintergrund erzählt.
Okay, laut Tante ist er lieb und nett ... das sagen meine Verwandten auch über meinen Bruder und er ist es trotzdem nicht so recht.
Und wenn Verwandte mitbekommen, dass es da Schwierigkeiten gibt, dass ein Kind misshandelt wird, dass die Mutter schon sagt, dass sie das Kind nicht bei sich haben will, dann müssen diese Verwandten doch wohl einschreiten. Außerdem wird hier auch nicht auf die Art der Misshandlung eingegangen.
Das die Mutter früher selbst misshandelt wurde, kann vielleicht Ursache dafür sein, dass sie es nicht "besser wusste" und davon einiges an ihren Sohn weitergegeben hat. Aber auch dann hätte schon früh jemand einschreiten müssen. Denn wenn sowas "vererblich" bzw. angewöhnt ist, dann auch von Anfang an. Demnach hätte die Mutter auch austicken müssen, wenn das Kind mal etwas zu lange geschrien hat oder so. Und das hätte dann auch auffallen müssen.
Alles in allem sind mir das zu wenig Informationen, als dass man genaues sagen kann.
Der Junge ist zwar erst 12 (weswegen man da meiner Meinung nach wirklich genau hinschauen muss, was Sache ist), aber er hat immerhin acht mal geschossen, nachdem er eine Zeitlang gewartet hat und nachdenken hätte können.