Gnadenfrist für Windows XP

BlackThoughts
Naja.....ich finds ganz schön peinlich für Microsoft. Aber lest selbst:

Neue Gnadenfrist für XP

Das Ende von Windows XP zögert sich weiter raus. Microsoft hat dem Druck der Computerhersteller nachgegeben und die Gnadenfrist für das Betriebssystem bis zum 30. Mai 2009 verlängert.

Eigentlich plante die Firmenzentrale von Microsoft in Redmond den Verkauf von Windows XP zum 31. Januar 2009 einzustellen, um sein wenig beliebtes Betriebssystem Vista besser unter die Leute zu bringen. Doch Microsoft musste der Realität ins Auge sehen und akzeptieren, dass der Markt ein Ende von XP noch nicht akzeptiert. So berichten große PC-Hersteller von einer regen Nachfrage ihrer Kunden nach so genannten Downgrade-Lizenzen. Ziemlich peinlich für Vista, denn diese Lizenzen erlauben es, statt Vista XP zu installieren.

Aktion vorhersehbar

Die Downgrade-Option wollte Microsoft ursprünglich schon Ende Oktober auslaufen lassen, doch wegen der großen Nachfrage wird der Schlussstrich erst im Juli 2009 gezogen. Dass jetzt eine Fristverlängerung für den Verkauf von Datenträgern und Systemen mit vorinstalliertem XP folgte, war fast schon absehbar: Viele Händler wollten bis zum geplanten Verkaufsstopp ihre Lager füllen, um die Nachfrage auch nach dem offiziellen Ende von XP befriedigen zu können. Diese teure Vorfinanzierung können sie sich jetzt sparen. Zwar können sie das Betriebssystem auch jetzt nur bis zum 31. Januar bestellen, doch sie können die Lieferungen – und damit auch die Rechnungen - bis zum 30. Mai herauszögern.

Direkter Wechsel auf Windows 7?

Experten vermuten jetzt, dass Microsoft die Hoffnung, Vista doch noch zum Erfolg zu führen, aufgegeben hat. Sie rechnen daher damit, dass Redmond das Nachfolge-Betriebssystem Windows 7 bereits 2009 auf dem Markt bringt. Laut Branchendienst ChannelWeb erwarten Insider sogar, dass XP bis zum Start von Windows 7 im Handel bleibt. Das sieht auch Cooltronics-CEO Tyler Dikman so: "Wenn die Leute XP kaufen wollen, macht es Sinn, es weiter zu verkaufen. Vor allem, wenn sie den gleichen Preis wie für Vista bezahlen."


Quelle n-tv
Séncja
Die Meldung habe ich schon vor einiger Zeit vernommen und ich halte die für rein logisch. Microsoft hat sich von Vista zuviel versprochen, aber zu wenig eingehalten. Zwar beinhaltet Vista ein paar Features, die wirklich wichtig wären (>3GB Arbeitsspeicher, 64bit Prozessoren, etc.), doch für den Normalverbraucher sind die noch nicht wirklich von Belangen. Deswegen wird es wohl wirklich darauf hinauslaufen, dass Windows 7 den Markt stürmen wird, doch auch das wird seine Zeit benötigen. Warum sollte man denn auch von XP auf Vista oder 7 umsteigen, wenn das alte System noch läuft?!

Zumal man nicht vergessen darf, dass XP mittlerweile so gepatched ist, dass das OS einigermaßen stabil und sicher läuft. Wechselt man auf Vista, ist das nicht unbedingt der Fall. Somit ist es doch logisch, dass Microsoft noch weiter an XP arbeitet, solange 7 noch nicht draussen ist. Sonst verlieren sie ihre Kunden an die Konkurrenz, wie z.B. an Linux oder MacOS. Hier darf man nämlich nicht vergessen, dass Linux nicht schläft und nicht jeder Anwender nur darauf aus ist, zu spielen oder den PC als professionelles Gerät zu nutzen. Und gerade für diese Leute wäre Linux äußerst lukrativ, da die Bedienung mittlerweile einfacher ist, als bei XP.

Es war für mich also ein logischer Schritt, zur Sicherung der Marktherrschaft, XP weiter an die Händler auszuliefern und Support zu gewährleisten. Der Druck auf Microsoft, nachdem man mit Vista einen Schuß in den Ofen landete und in Sachen Webentwicklung von Google überholt wurde, ist sehr groß. Demnach darf man auch umso gespannter sein, was Windows 7 alles beinhalten wird, um den Markt wieder zurückzuerobern. Nämlich eines ist klar: Noch so ein Schuß in den Ofen, wie bei Vista, kann sich Microsoft nicht wirklich erlauben. Als Marktführer werden sie dann zwar nicht abgelöst, doch der Vorsprung auf die Konkurrenz würde erheblich sinken ...