weihnachtsfeiern im betrieb

materialpunk
aufgrund von krankheit verpass ich in ner halben stunde eine bestimmt überaus nette und leckere weihnachtsfeier von meinem kindergarten! ich hatte mich so drauf gefreut, weils mit meinen 10 kolleginnen immer ganz lustig ist (auch, wenn sie fast alle schon mindestens 15 jahre älter sind als ich)!

welche erfahrungen habt ihr da mit weihnachtsfeiern? läuft es nach dem "allgemein bekannten" modell ab, dass sich alle besaufen und am nächsten tag die gerüchteküche nur so brodelt? oder geht das ganz "gesittet" vonstatten?
merla
ich hab noch gar keine mitgemacht ... die haben sich immer das Wochenende ausgesucht, an dem ich nach Haus gefahren bin

in meinem ersten Azubi-Jahr wurde ein Weihnachtsfrühstück gemacht und dann abends im Brauhaus gegessen und gesoffen ....
in meinem zweiten Azubi-Jahr war dann nachmittags eine Führung zu den verschiedenen Krippen in Köln und abends saufen im Brauhaus

Hm, eigentlich lief es immer aufs saufen hinaus ... wobei ich den teil nie mitgemacht habe, weil ich da immer Heim gefahren bin ... allerdings hätte ich mit den Leuten auch nicht feiern wollen ...
Seschat
Betriebsweihnachtsfeier...

Achja... doch... vor 2 Jahren war mal eine *g* Die war ganz nett. Kleine Runde im Restaurant mit Geschenketombola und reichlich Bier. Bis Nachts um 2...3 haben wir da gesessen und gefeiert.

Und dann war ich nochmal in der Ausbildung auf einer... muss jetzt 5 Jahre her sein. Die war aber sowas von schrecklich, so dass ich nach 2 Stunden (nachm Buffett) wieder die Flucht ergriffen hab. Weil niemand wusste was er mit dem anderen reden sollte (Multi-kulti-Versammlung). Die meisten ausländischen Gastprofessoren fühlten sich eher unwohl und hockten still in einer Ecke, wo sie nur Chips futterten.
kivio
Und hier mal ein Paar Tipps, wie man auf einer Weihnachtsfeier garantiert auffällt:

1. Am besten Sie kommen leicht angeheitert auf die Weihnachtsfeier –
oder noch besser, stockbetrunken.
2. Was auch gut ankommt: Bringen Sie ein oder zwei – natürlich
ungeladene - Bekannte mit.
3. Flirten Sie, was das Zeug hält. Egal, ob Sie gebunden oder ob es
die anderen sind – das spielt bei der Weihnachtsfeier keine Rolle.
4. Wenn Sie einen Witz oder gar mehrere wissen, behalten Sie Ihr
Wissen nicht für sich. Je „tiefer“ der Witz, desto besser kommen Sie in
der Runde an.
5. Sprechen Sie möglichst viel über die Arbeit. Greifen Sie ruhig
auch heikle Themen auf. Die Weihnachtsfeier ist ideal, konfliktbehaftete
Themen anzusprechen. Fragen Sie z.B. Ihre(n) Vorgesetzte(n), wann sie
bzw. er endlich mit der nächsten Gehaltserhöhung rausrückt – aber
möglichst für die anderen gut hörbar.
Er wird froh sein, dass Sie das Thema endlich ansprechen. Auch
nicht zu vergessen: Heben Sie Ihre Leistungen hervor und wie wertvoll
Sie für die Firma sind.
6. Ein auffälliges Outfit kommt immer an. In welcher Form auch immer
– Hauptsache auffallen.
7. Zum Abschluss sollten Sie unbedingt eine heiße Sohle aufs Parkett
legen. Und wenn kein Platz zum Tanzen ist - müssen Sie eben auf dem
Tisch Platz schaffen. Wenn es Ihnen niemand gleicht tun möchte, dann
sind alle anderen aber so was von spießig.
8. Sollte vom Buffet oder vom Weihnachtsessen etwas übrig bleiben,
lassen Sie es sich einpacken. Noch besser, Sie sorgen vor und nehmen
Frischhaltebehälter mit, und packen das Ganze selber ein.
9. Viele Pluspunkte bei Ihren Vorgesetzten können Sie aber auch
sammeln, wenn Sie genau am Tag der Weihnachtsfeier krank werden oder
sich einfach nicht wohl fühlen und deshalb früher nach Hause gehen.
10.Bieten Sie Ihrem Vorgesetzten das Du an. Auch wenn er sich dagegen
sträubt – bleiben Sie dabei – er ist wahrscheinlich nur etwas schüchtern
oder kein besonders geselliger Mensch.
Séncja
Zitat:
Original von kivio
9. Viele Pluspunkte bei Ihren Vorgesetzten können Sie aber auch
sammeln, wenn Sie genau am Tag der Weihnachtsfeier krank werden oder
sich einfach nicht wohl fühlen und deshalb früher nach Hause gehen.

Nee, dieses Jahr meinte ich einfach, ich gehe zu einen Konzert und das sei mir wichtiger. Mein Vorgesetzter hat mich zwar blöd angeschaut, aber das war mir egal. Ich sage lieber sowas, als offen zu sagen, dass mich der Betrieb ankotzt und ich nicht bei minderwertiger Mucke mir schleimige Erklärungen von Vorgesetzten anhören will, die mir erklären, warum ich in meiner Ausbildung als Parkservice herhalten muss und. Und auf das Besäufnis von Kollegen, die mich dann als zu verbohrt ansehen, weil ich keinen bis wenig Alkohol trinke, habe ich auch keine Lust.


Ich habe in meiner Firma im Jahr 2007 eine Feier miterlebt. Ich fand es nicht berauschend und bin nach 2 Stunden abgehauen. Es gibt Dinge, die ich nicht toll finde und die sind geschehen. Vor allem noch 50er Jahre Rock, der so laut war, dass man sich nicht verständigen konnte. Das fand ich am Schlimmsten. Man konnte nicht reden, konnte der Musik nicht ausweichen und wenn die Musik auch noch den eigenen Musikgeschmack gar nicht trifft, dann flüchtet man.

Dass die Band für dieses Jahr die Gleiche war, fand ich daher nicht berauschend. Nachdem noch ein paar Sachen im Betrieb gelaufen sind, die ich unschön finde und ich die Firma 2009 sowieso verlassen werde, habe ich mich vor der Feier gedrückt. Ich weiß zwar nicht, wie es bei anderen Firmen ist, aber wenn ich das von 2007 als Maßstab nehmen müsste, würde ich nie wieder zu einer Weihnachtsfeier im Betrieb gehen ...