Ich gehe nicht wählen! - warum?

BlackThoughts
Ich wähle seit 4 Jahren nicht mehr, da es eh egal ist, was man wählt, "Die daoben" machen eh, was sie wollen....da ist es meiner Meinung nach völlig egal, welche Partei man wählt.
Séncja
Zitat:
Original von BlackThoughts
Ich wähle seit 4 Jahren nicht mehr, da es eh egal ist, was man wählt, "Die daoben" machen eh, was sie wollen....da ist es meiner Meinung nach völlig egal, welche Partei man wählt.

Eine herrliche Meinung. Vor allem weil sie so bequem ist und man sich nicht mit dem Wahlprogramm oder der aktuellen Situation auseinandersetzen muss.

Wählt man nichts, wählt man rechts! - somit gibst du, wenn auch ungewollt, deine Stimme ab.

Beispiel:
100 Leute sind wahlberechtigt und wählen. Unter den Leuten sind 4 NPD-Wähler. Somit hat die NPD 4% und schafft nicht den Einzug in den Budnestag.

Anders Beispiel:
100 Leute sind walhberechtigt, doch davon wollen 20 nicht wählen. Anhänger von kleinen Gruppen wählen immer! Somit erreichen die 4 Wähler durch ihre Stimmen mit der NPD bei 5% den Einzug in den Bundestag.

Das ist nicht konstruktiv!
BlackThoughts
Das war mir klar, das sowas kommt....aber dann sage mir, was ich dann ändern soll? Und glaub mir...ich HABE mich damit auseinandergesetzt. Warum bin ich sonst zu so einer Meinung gekommen? Wie ich schon sagte......es ist einfach egal....
Séncja
Wenn du wirklich nicht wählen willst, dann gehe hin und wähle irgendeine unnütze Partei, die es niemals über die 5% schafft. Oder besser: Gehe hin, kreuze alle Möglichkeiten an und lasse so deine Stimme ungültig werden. Das kann ich dann nachvollziehen und finde ich in Ordnung. Doch gar nicht zu wählen ist (meiner Meinung nach) inakzeptabel.

Ich finde es nicht richtig, nur weil man von den vergangenen Wahlen frustriert ist, vollends auf sein "Mitspracherecht" zu verzichten. Wenn das alle machen würden, hätten wir am Ende nur noch Parteien an der Macht, die nicht wissen, was sie mit ihrer Stimmgewalt machen sollen. Und das ist dann noch schlimmer.
BlackThoughts
Zitat:
....hätten wir am Ende nur noch Parteien an der Macht, die nicht wissen, was sie mit ihrer Stimmgewalt machen sollen.


Hätten??? du meinst wohl "haben"....aber lass uns nicht "streiten".....du hast deine Meinung, ich meine.

*kleine riedenspfeife reich*
mondfeuer
Zitat:
Original von Séncja
Wenn du wirklich nicht wählen willst, dann gehe hin und wähle irgendeine unnütze Partei, die es niemals über die 5% schafft. Oder besser: Gehe hin, kreuze alle Möglichkeiten an und lasse so deine Stimme ungültig werden..


Dann kann sie doch auch gleich zu Hause bleiben und nicht wählen gehen... besonders bei der letzten Alternative macht des doch gar keinen Unterschied mehr.. *etwas verwirrt ist*
Séncja
Zitat:
Original von mondfeuer
Dann kann sie doch auch gleich zu Hause bleiben und nicht wählen gehen... besonders bei der letzten Alternative macht des doch gar keinen Unterschied mehr.. *etwas verwirrt ist*

Nein, denn die Stimme wird trotzdem gezählt, aber keiner Partei gutgeschrieben.
mondfeuer
Mh, dann ist es doch trotzdem egal ob man wählen geht oder nicht...

Oder wird die Stimme in der Form gezählt, wie du das in dem Beispiel mit den 4% und 5% eben erklärt hast?.. Dann wäre es doch gut wählen zu gehen ohne das man eine Partei wählt.
Séncja
Zitat:
Original von mondfeuer
Oder wird die Stimme in der Form gezählt, wie du das in dem Beispiel mit den 4% und 5% eben erklärt hast?.. Dann wäre es doch gut wählen zu gehen ohne das man eine Partei wählt.

Genau das ist es doch!
Jeder hat seine Meinung und jeder kann mit seiner Stimme verfahren, wie er will. Doch wenn er keine Partei wählen geht, dann soll er seine Stimme ungültig machen lassen! Einfach wegzubleiben geht in meinen Augen einfach nicht.
AmatorPhasma
Just my 2cent:

Also wenn ihr schon keine der Parteien wählen wollt, dann geht doch bitte trotzdem
hin, zur Urne, und macht den Wahlzettel UNGÜLTIG, das sollten "eigentlich" alle die keine Partei wählen
möchten/können tun...

Wenn sie/ihr es so macht - wäre ich mal gespannt was passiert bzw. was unsere Politiker sagen
oder auch wie sie Reagieren wenn es in den Nachrichten heißen würde knapp 100% Wahlbeteiligung,
aber ca. 40% ungültige Stimmen...

Dann würden die viel ehr sehen das den Bürgern das nicht einfach egal ist, oder das sie zu bequem
sind, sondern das sie in eine ABSOLUTE Opposition gehen, das würde im Gegensatz zu nicht wählen
viel besser rüber kommen - und eventuell auch für nen ordentlichen....
mondfeuer
Nur damit das nicht missverstanden wird. Ich gehe wählen, jedesmal.
Séncja
Zitat:
Original von AmatorPhasma
Wenn sie/ihr es so macht - wäre ich mal gespannt was passiert bzw. was unsere Politiker sagen
oder auch wie sie Reagieren wenn es in den Nachrichten heißen würde knapp 100% Wahlbeteiligung,
aber ca. 40% ungültige Stimmen...

Das Problem ist, wenn man nicht wählen geht, dass die lieben Herr Politiker einfach hingehen und sagen, dass die Deutschen mittlerweile nicht mehr an der Politik interessiert sind. Deswegen haben nur noch wenig Leute Ahnung und die Leute haben ihre Stimme abgegeben - wer also nicht wählt, fällt unter den Leuten, die keinen Plan haben.

Wie sollen die Politiker noch erklären, dass sie so wenig Feedback bekommen, wenn wirklich 40% der Stimmen ungültig sind? Würde sich einer vor dir Kamera stellen und sagen "Die waren zu dumm, um das richtige anzukreuzen!" so würde der ganz schnell aus der Politik verschwinden Spätestens nach 4 Jahren. Dass das geht, hat man 2002 gesehen, als Herr Stoiber es sich mit dem Osten verscherzte. Ansonsten wäre er nämlich Bundeskanzler geworden.

Also, wenn man schon keine Partei wählen will, was jedems gutes Recht ist, dann bitte die Stimme ungültig werden lassen. Einfach nur eine Trotzpartei, wie die NPD zu wählen, um den Großen zu zeigen, dass man keinen Bock auf sie hat, zeugt von schlechtem Stil, genauso, wie einfach ganz wegzubleiben.
Animaniac
Ich seh das genau wie Séncja: Wer nicht wählen geht unterstützt damit leider indirekt rechte Parteien wie die NPD.

Da lobe ich mir Parteien wie damals die APPD, die konnte man gefahrlos wählen und die Wahlversprechen waren realistisch!
Chrysalide
Da schließe ich mich der Meinung meiner Vorredner an: Gar nicht wählen zu können hat was von einem trotzigen Kind - und bringt nichts, bzw bringt das Falsche.
Ich bin froh, wenn ich meine Stimme abgeben kann - sie mag zwar nicht viel bringen, aber das Beispiel zeigt ja, dass es immerhin ein wenig bewirken kann. Und ob ich sie jetzt auf eine Partei verwende oder einfach meine Stimme ungültig mache, irgendwas sollte man definitiv tun. Sonst wird sich garantiert nichts mehr ändern.
yogi
ich muss auf jedenfall wählen gehen, ist halt meine pflicht als demokrat. jeder sollte sich im klaren sein das man selber die demokratie mitgestallten kann. Geht besser wählen bevor euch die böse überraschung einholt
materialpunk
ich gehe wählen! allein aus dem grund sagen zu können: ich habe gewählt, also habe ich das recht zu meckern! wer nicht gewählt hat darf auch nicht meckern, wenn seiner meinung nach die falschen an der macht sind! basta!

leider muss ich zugeben, dass ich seit beginn der merkel-ära nur noch wenig interesse an der hiesigen politik habe! warum weiß ich nicht genau! ich kenn jedenfalls nicht annähernd alle namen der bedeutenderen politiker, und das war davor ganz anders! weltpolitisches bekomme ich schon immer mit und das interessiert mich auch, aber inlandspolitik... hmm... das heißt, ich sollte langsam mal den inneren schweinehund überwinden und mich etwas mehr damit befassen, lang ist's dann doch nicht mehr unbedingt hin bis zu den nächsten wahlen! und trotz meines momentanen desinteresses an politik sind wahlen, besser gesagt das wählen selbst, sehr wichtig für mich! also, ran an den speck!
Synapsenpogo
Da hab ich eine ganz eindeutige Meinung:

1. Wer nicht wählt, hat auch kein Recht zu Motzen!
(Außer man ist aus irgend einem Grund nicht wahlberechtigt und hat nicht die Möglichkeit zum Wählen.)
Nicht zu wählen ist schlichtweg verantwortungslos. Das Wahlrecht ist ein wichtiger Bestandteil der Demokratie und freie Wahlen sind keine Selbstverständlichkeit. Wählen dient alleine schon dazu dieses Recht zu erhalten.

2. Ich wähle immer das "geringste Übel", wenn ich mich nicht entscheiden kann, aber dann habe ich wenigstens gewählt.

3. Selbst wenn man einen ungültigen Wahlzettel abgibt, hat man ein Statement abgegeben und im Prinzipt damit ausgedrückt:

Ich konnte mich nicht entscheiden, aber ich bin da und wünsche mir bessere Politik.
Wenn die Politik besser wird, bekommt auch jemand meine Stimme.

Das ist übrigens sehr wichtig, denn damit wird ein Anreiz geschaffen, die Stimme eines Wählers, der ungültig wählt vielleicht irgendwann als gültige Stimme zu bekommen.

Würden alle zur Wahl gehen und entweder eine Stimme an eine kleine Partei "verschenken" oder wenn sie dies nicht mit sich vereinbaren können ungültig wählen, wäre ein immenser Pool an Stimmen für jede Partei vorhanden irgendwas besser zu machen, da man diese Stimmen vielleicht in Zukunft für die eigene Partei gewinnen könnte.

4. Wer nicht wählt, trägt nur zur Verfälschung des Ergebnisses und des Meinungsbildes bei.
Denn nicht zur Wahl zu gehen signalisiert nur eines:

"Macht was ihr wollt, geht mir am Arsch vorbei."

5. Die Leute beschweren sich immer das "Die da oben" eh machen was sie wollen.
Aber dann gehen sie nicht mal wählen und verpassen die einzige Möglichkeit darauf Einfluss zu nehmen, die vorhanden ist?

Sorry, aber das ist pure Dummheit.

Demokratie funktioniert nur dann, wenn man daran teilnimmt.
AmatorPhasma
@Synapsenpogo: Ich stimme dir zu!

Die Aussage das die da oben machen was sie wollen ist doch "dumm" - die können auch nicht
einfach machen was sie wollen - klar einige sind Korrupt und Versuchen es, einige schaffen es
vielleicht auch, aber im Ganzen funktioniert unser System - auch wenn es nicht das beste ist!

- Hier muss niemand Hungern!

- Das Verfassungsgericht fällt doch "meistens" gute Urteile, und begrenzt die Macht der Legislative
und Exekutive immer wieder.

- Freie Meinungsäußerung funktioniert auch, solange man keine Menschenrechts feindlichen Parolen
brüllt wird hier niemand eingesperrt.

"Gut klar" vieles Funktioniert auch nicht, aber ich finde die Wage ist immer noch im Positiven Bereich..

Und ich möchte nur nochmal sagen BITTE geht zur Urne und macht den Zettel im Zweifel ungültig!
(Leider müssten das, viel mehr machen damit es Einfluss nimmt, aber jeder Anfang ist ein guter
Anfang...) Evenutell sollte man mal überlegen eine Risesn-Werbe-Aktion für diese Botschaft zu
starten, der erste SPAM den ich gerne im Postfach hätte!

AmatorPhasma
Zitat:
Original von BlackThoughts
Zitat:
....hätten wir am Ende nur noch Parteien an der Macht, die nicht wissen, was sie mit ihrer Stimmgewalt machen sollen.


Hätten??? du meinst wohl "haben"....aber lass uns nicht "streiten".....du hast deine Meinung, ich meine.

*kleine riedenspfeife reich*


Hey, Streiten muss nicht immer etwas negatives sein...

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Eine Diskussion (Erörterung, Zwiegespräch, von lat. discutio, -cussi (quatio) = 1. zerschlagen, zertrümmern, 2. abschütteln, 3. (gerichtlich) prüfen, untersuchen, verhören) ist ein Gespräch zwischen zwei oder mehreren Diskutanten....

Ebenso sollte er den Diskussionspartner zu Wort kommen lassen. Auch Eigenschaften wie Gelassenheit und Höflichkeit können für beide Seiten von Vorteil sein....
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Un bisher sind hier doch alle Lieb SIND WIR DOCH ODER ?
BlackThoughts
@yogi...
Zitat:
...jeder sollte sich im klaren sein das man selber die demokratie mitgestallten kann.

Dem stimme ich absolut NICHT zu.
Was nützt es, wenn man zum Beispiel die CDU wählt, weil deren Wahllversprechen am besten klangen.........dann sind die gewählt und dann sind die Wahlversprechen nur noch luft gewesen. Deswegen finde ich, das man da nicht von "selbst mitgestalten" reden kann. Aber da scheine ich ja bei euch auf "taube Ohren" zu stoßen,.......was speziell das betrifft. :(