Wieso sollte der Mensch besser sein als andere Lebewesen auf der Erde...

AmatorPhasma
Ich möchte mal eine kleine Diskussion mit Hilfe der Frage: "Warum sollte der Mensch besser bzw. anders als andere Lebewesen auf dem Planeten Erde sein?" anstoßen:

Also immer wieder regen "wir" uns über extreme auf, aber warum ? - warum "glauben" oder "denken" wird etwas bessere oder anderes als der Rest der Lebewesen auf diesem Planeten zu sein - gerade wenn es um Menschen geht die Dinge tun die gegen unsere "Moral" verstoßen? - und woher nehmen wir die Grundlage dieses zu bestrafen - oder auch einfach mit Intoleranz gegenüber zu treten?

Beispiele, von Dingen / Verhaltensweisen die man "allgemein" mit Intoleranz oder Bestrafung velegt, obwohl sie in der "Tierwelt" durch aus vermehrt oder einzeln vorkommen, und somit nicht der "Natur" von Lebewesen widersprechen...:

"Pedophilie, Kanibalismus, Mord..."

Woher nimmt also der Mensch das Recht andere Menschen deswegen zu verurteilen, woher nimmt der Mensch überhaupt die Grundlage für die unantastbare Menschenwürde ?

Also legt mal vor!
Inquisition Symphony
Die Antwort ist relativ leicht, die Eklärung und Vertiefung ist schwer.

Ich würde sagen:
Weil er es kann.

Der Mensch hat durch die (in dieser bisher einzigartigen Ausprägung) Fähigkeiten Intelligenz und Sprache die Spitze der Nahrungskette und Sozialen Struktur erreicht.
Die Intelligenz bringt verschiedene Vorteile wie Nachteile mit sich. Genau wie alles andere auch.
Zum einen kann der Mensch Zusammenhänge verstehen und logische Konsequenzen daraus ziehen. So kann er z.B. Kisten stapeln, um an die Keksdose im obersten Regal zu kommen oder an die Banane am Baum.
Er versucht mit der Intelligenz aber auch sein Verhalten zu optimieren, was allerdings oft fehl schlägt, da der Mensch wie jedes andere Tier, von der Evolution programmiert wurde.
Er kann mit Artgenossen zusammen überlegen und agieren.

Und da er alle anderen Tiere zerquetschen, erschießen, abschlachten, verbrennen und ausrotten kann, wenn er es will, sieht er sich als besser an.


Die Natur der Moral des Menschen ist geprägt von Jahrhunderte lang andauernde Annahmen und Hypothesen. Wo die Wurzel des Überlegenheitsglaubens liegt weiss ich nicht genau zu sagen. Allerdings ist anzumerken, dass in den früheren schamanistischen Kulturen, der Mensch mit dem Tier und der Pflanze oft Wesensverwandt war.
Die Kirche kann es nicht gewesen sein. Oder nicht alleine.
Da immerhin schon im alten Rom Tiere zur Belustigung getötet oder zum "Kampf" gezwungen wurden. Daher ist dieses Argument nicht wirklich Standfest.

Von daher bleibe ich vorerst bei der Grundaussage:
Weil er es kann und weil es "schon immer so war".

Mord, im Sinne von meucheln um des lieben Geldes wegen oder einfach aus Lust daran ist antisozial und der Mensch hat gelernt in der Gemeinschaft zu leben,
Was Gemeinschaftsfeindlich ist, ist Lebensbedrohlich und wird darum als schlecht angesehen. Genau so, wie Dinge die unlogisch oder fremd erscheinen. Was man nicht versteht, fürchtet man.
Der Rest ist Kultur- oder Instinktbedingt. Also eine Frage der Evolution von Mensch und Kultur.

Also auch hier wieder, die Antwort:
Weil es schon immer so war.

"Menschenwürde" ist der Versuch zur Unterbindung von "krimineller" Machenschaften.
Grundsätzlich wird dort nur eine Norm aufgestellt, wie Menschen zu behandeln sind.
Sklaverei ist schlecht, weil die Sklaven schlechter behandelt werden. (Grundsätzliche annahme)
Mord ist schlecht, weil das Unsozial ist.
Jeder darf sagen was er will, weil.... weil....
ööhm....
Alle gleich sind oder so....

Also Grundsätzlich wieder ein Versuch der Vereinfachung sozialer Strukturen und Normung des Menschen, sowie ein erster Ansatz für ein allgemeines reflektieren der anderen Menschen.
Was nicht unbedingt schlecht ist. Jedoch sollte nicht ein gesetzlicher Imperativ geltend gemacht werden, sondern dafür Sorge getragen werden, dass jeder Mensch soziales und ökologisches Verhalten als natürlich ansieht.
Sprich, es mangelt an "Erziehung" aber das gehört woander hin, glaube ich.