InMyWinter
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| Als erster Autobauer muss Opel den Staat um Hilfe bitten, um sein Überleben zu sichern. Die Ministerpräsidenten betroffener Länder schwören nun: "Wir lassen Opel nicht untergehen" - doch tatsächlich könnte ein großer Teil der deutschen Hilfe in die Kassen des taumelnden US-Mutterkonzerns GM fließen. |
das ist sicher recht angenehm für die deutschen mitarbeiter von opel und es sei denen auch von herzen gegönnt. allerdings frage ich mich bei sowas wirklich, wen wir da eigentlich unterstützen und hat den leichten faden beigeschmack, dass die opel arbeitsplätze über kurz oder lang doch verloren sind, aber die zuwendung vom mutterkonzern für andere projekte eingesetzt wird.
was haltet ihre von dieser unterstützung bzw. generell von unterstützungen des staats für untrnehmen?
soulsister
Grundsätzlich ist es sicher nicht falsch, wenn ein Unternehmen in Not temporär unterstützt wird, denn wir haben ja vor kurzem beobachten dürfen, wie plötzlich und unaufhaltsam Fehlkalkulationen zum Zusammenbruch eines wirtschaftlichen Systems führen können. Da der Staat doch seine Bürger schütze und sagen wir mal fördern sollte, ist es doch nur wünschenswert, dass Arbeitsplätze gerettet werden - egal wo genau das Geld hinfließt. Hauptsache die Leute müssen nicht um ihre Existenz bangen.
Aber eigentlich wird ja dann auch nur ein Symptom behandelt, die Ursache - keiner kann sich mehr Neuwagen leisten - bleibt unberücksichtigt. Man sollte eher daran arbeiten, dass die Produktion an den Bedarf der Autofahrer und an die alternative Energiequellen angepasst wird. Sichere, umweltfreundliche Neuwagen sollten bezahlbar sein und warum versucht man nicht den Kauf von Gebrauchtwagen zu erleichtern (die sind ja selten umweltfreundlich oder fallen sofort auseinander). Naja, und das könnten doch auch diejenigen übernehmen, die sonst neue Autos gebaut haben.
AmatorPhasma
Ich versuche mich mal kurz zufassen: (bei diesem Thema habe ich die Neigung zu weit auszuholen, das bitte ich schon einmal im Voraus zu entschuldigen!)
"Naja", es ist immer zweischneidig wenn der Staat eingreift oder auch eingreifen muss, aber grundsätzlich ist das auch ein Teil seiner Aufgaben das Wirtschaftssystem oder auch dessen Teilbereiche vor einem "krassen" Absturz zu retten... dabei spielt es erstmal keine Rolle wer schuld ist - das muss natürlich auch geklärt werden!
Nur wenn das Wirtschaftssystem zu sehr Schaden nimmt, wird das Demokratie -feindlich, immerhin hängen ALLE Staaten, Länder usw.. an diesem Tropf "Wirtschaft"...
Ich bin dafür das sich der Staat wo es notwendig ist einmischt und danach wieder aussteigt... natürlich ist es dabei notwendig das vorhandene Defizite oder Fehler für die Zukunft beseitigt werden, sofern dies im Bereich des möglichen liegt... in wie weit unser System dazu in der Lage ist... ich weiß es nicht...
Aber mich beunruhigt die momentane Situation im großen und ganzen... nicht diese "Lappalie" die im Moment grasiert (die momentane Wirtschaftslage) vor der Menschheit stehen weit aus größere Probleme, der Klimawandel (und mir ist egal ob von Menschen gemacht oder nicht), die Überbevölkerung (eventuell wird doch eine Globale Geburtenkontrolle benötigt, dabei ist nicht der Hunger dass Problem sondern unsere Ressourcen), das Bildungssystem (dabei hat ein Kongress, an dem unter anderem der Selfmade-Milliardär Götz Werner teilgenommen hat, eine wissenschaftlich fundierter Lösungsansatz hervorgebracht, Gemeinschaftsschulen, ohne Noten und Abschlüsse...aber das führt jetzt zu weit!) ich könnte noch Hunderte nennen, aber niemand in der Politik geht wirklich auf diese Dinge ein, jedenfalls nicht mit einer Langzeitsicht auf mehrere Generation... genauso wäre es an der Zeit das Steuersystem zu ändern und zwar "radikal" weg mit Einkommens-, Lohn, usw.. Steuern, auch dazu gibt es von den höchst ausgezeichneten Wissenschaftlern (Nobelpreisträgern) und anderen gute Ansätze, indem man alles über Waren... bzw.. Gütersteuern regelt...........
Mhhh.... dieses Thema ist für mich wie das Wurzelwerk eines Baumes, nach jeder Abzweigung kommt ein neues Labyrinth....
Also im großen und ganzem ist die Aktion nach der hier gefragt wurde, damit zu beantworten das wenn es wirklich nötig ist um viele Arbeitsplätze zu erhalten, dies die Gemeinschaft - ich verwende absichtlich nicht das Wort Staat! - in der Pflicht diesen Arbeiter zu helfen, letztlich also dem Unternehmen... aber nicht ohne Forderungen, die eventuell ein Experten- Gremium (ohne Politiker) zu beantworten hat....
Der sanfte Dunkle
Das ist nun die einerseits vielgepriesene Globalisierung, die ja angeblich für die Industrienationen die Super-Chance darstellen soll, aber andererseits immer als Popanz benutzt wird, um Kürzungen im Sozialbudget zu rechtfertigen. Klar die Konzerne machen riesige Gewinne, die privatisiert werden und der Einzelne hat gar nix davon und wenn sie mal Verluste machen, wird nach dem ach so verpönten Staat gerufen, der sich ja ansonsten aus allem raushalten soll (sprich Deregulierung). Wo bleibt denn dann die allseits gerühmte *sogenannte* Demokratie? Nach meinem dunklen Erinnern kommt ja das Wort aus dem Griechischen und bedeutet so was wie "Volksherrschaft". Ist es wirklich Demokratie, also Politik im Sinne des Volkes, wenn Millionen Arbeitslose auf der Straße liegen und Demütigungen seitens der Politik und der staatlichen Ämter ausgesetzt sind, wenn Millionen von Deutsche als offiziell arm gelten, weil ihr Verdienst so gering ist, daß sie nur durch staatliche Unterstützung überleben könnnen, wenn Menschen in Minijobs oder Ein-Eurojobs (ungeachtet ihrer Qualifikation) gedrängt werden, wenn Zeitarbeitsfirmen, die modernen Sklavenhändler, ihren Mitarbeitern einen Hungerlohn zahlen und von den Firmen riesige Beträge dafür bekommen, damit die keine festen Mitarbeiter anstellen müssen, ist es Demokratie, wenn Familien in Deutschland als Armutsfalle gelten, wenn es Hunderttausende Kinder in Deutschland gibt, die als arm gelten, wenn die Mitarbeiter in allen Unternehmen, ob nun in staatlichen, kirchlichen oder privatwirtschaftlichen Unternehmen immer mehr leisten müssen, bis über die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit hinausgehen müssen, ist es Demokratie, wenn die sogenannten VolksParteien(einschließlich Grüne) nur noch Wirtschaftslobbyismus betreiben, auf Kosten der arbeitenden Menschen? Wer ist eigentlich interessiert daran, die Arbeitslosigkeit abzuschaffen (angesichts des riesigen Apparats, über den die Bundesagentur für Arbeit verfügt und angesichts des Millionenheeres von Arbeitslosen, die bei Bedarf vlt. über Zeitarbeitsfirmen kurzfristig einen schlecht bezahlten Arbeitsplatz annnehmen müssen) Wer ist wirklich daran interessiert, das Steuersystem zu vereinfachen (1. Hängen daran wiederum Tausende von Arbeitsplätzen 2. Führt dieses Steuersystem immer wieder dazu, daß der Staat durch nicht abgegebene Steuererklärungen, in meinen Augen unberechtigt, immer wieder Beträge in Millionenhöhe einstreicht 3. Kann dieses Steuersystem immer wieder dazu benutzt werden, um unliebsame Bürger zu disziplinieren)? Das sind Fragen, die sich mir immer wieder angesichts der in letzter Zeit ständig zunehmenden Hiobsbotschaften, wie der Bankenkrise und jetzt der Krise bei Opel, stellen.
AmatorPhasma
@Der sanfte Dunkle:
Ein ganz kleine Bitte: bitte schreib doch mit Absätzen, du schreibst ganz gerne hintereinander weg, und wenn man mal abrutscht beim Lesen, z.B.: weil man etwas Nachschlagen möchte muss man immer erst suchen wo man als letztes gestoppt hat...
Gruß AmatorPhasma
So und jetzt zurück zum Thema...
Natürlich es tut schon weh wenn gerade die nach Hilfe schreien, die am lautesten nach zuvor nach Deregulierung verlangt haben, deswegen
muss die Gesellschaft nun auch fordern das bestimmte Auflagen damit verbunden sind, wie es auch mehr oder weniger (ist ein Thema für ich) bei den Banken passiert....
Mir stellt sich nur die Frage ob Politik auch dann anfangen würde zu Diskutieren wenn sich ein kleines Unternehmen mit ca. 20 oder 30 Arbeitern melden würde wegen einer solchen Bürgschaft... wohl ehr nicht?
Auf dem Markt gehen und kommen Firmen das war schon immer so, vielleicht ist es ja an der Zeit das Opel platz macht?..
Der Markt ist im Moment einfach übersättigt mit Autos, aber wäre das nicht die Ideale Chance neue Technologien endlich zu nutzen - und bitte nicht wie beim ISDN oder DSL nur die etwas neuren, sondern direkt auf die neusten.... (?)
demon17
[FONT=arial]Vielleicht wäre eine Insolvenz von GM und damit der Tochter Opel gar nicht so schlecht. GM häuft ja Schulden in einem Tempo an, dass der Staat da gar nicht mithalten kann. GM hat allein in den letzten drei Monaten ca. 13 Milliarden USD neue Verluste gemacht. Danach könnte man dann über eine Auffanggesellschaft die deutschen Werke retten ohne die USA zu subventionieren. Der Staat könnte später seine Anteile dann wieder an der Börse verkaufen und die Steuergelder zurückerhalten.