merla
InMyWinter und merla verkünden:
Der Winter naht. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Die Geschichten-Erzähl-Zeit ist angebrochen.
Alte Märchen werden zwar nie langweilig, aber manchmal braucht man auch was Neues. Allerdings ist es doch recht schwierig, für sich allein neue Zeitvertreib-Geschichten zu erfinden und so bieten wir euch nun DIE Möglichkeit überhaupt:
Eine Ein-Satz-Weiterführ-Geschichte!
Jeder, der Lust hat, kann sich daran beteiligen. Den Anfang machen wir und dann darf man weiter erzählen. Jeder nur einen Satz pro Posting. Der Satz muss sich aber auf den vorherigen beziehen.
Alles verstanden?
Dann los:
Rachel erwachte mit pochendem Herzen in ihrer Zwei-Zimmerwohnung, die sich in einem Mehrfamilienhaus am Rande der Stadt befand.
InMyWinter
Dunkle Träume plagten sie in letzter Zeit, Bilder und Dämonen aus ihrer Vergangenheit, machten die Nächte manchmal unerträglich.
Der sanfte Dunkle
Kalter Schweiß lag auf ihrer Stirn, stöhnend schloß sie wieder die Augen und ließ ihren letzten Albtraum Revue passieren.
merla
Gefangen in einem dunklen Raum, dessen Wände kaum zu erkennen gewesen waren, hatte sie dagestanden und zu einem weit entfernten Fenster hinaufgeblickt, während sie sich von allen Seiten beobachtet fühlte.
InMyWinter
Ihr Kopf war leer, doch immer und immer wieder schien sie ein Wort zu hören, was aus der Richtung des Fensters zu ihr dang: Heimat.
Der sanfte Dunkle
Die Stimme durchwehte den Raum und brach sich an den nassen Mauern mit einem gräßlichen Echo.
InMyWinter
Sie schien in hundert kleine Töne zu zerbrechen und sich selbst wieder zu einer Melodie zusammenzusetzen, die Rachel das Gefühl von Fremdheit und gleichzeitiger Wärme gab.
Der sanfte Dunkle
Düsteren Klanges wiederholte die Stimme:" Heimat, hier ist Deine Heimat, komm zu mir in mein gar wundersames Reich."
InMyWinter
In diesen Momenten schien sie sich zu erheben und hinauf zum Fenster zu schweben, langsam, fast zärtlich getragen wie von einer elterlichen Hand als sie noch ein Baby war.
merla
Näher und näher kommt sie dem erlösenden Licht, doch plötzlich zerrt etwas an ihr, will sie wieder in die Dunkelheit ziehen.
Der sanfte Dunkle
In panischer Angst dringt sie vorwärts und versucht die Hände, die nach ihr greifen, abzuschütteln.
InMyWinter
Genau dies war der Moment, in dem sie schon seit Tagen plötzlich wach wurde und nur die straßenlaternebeleuchtete Einsamkeit ihrer Wohnung wahrnahm.
Der sanfte Dunkle
Zitternd und frierend ging sie in's Bad und schaute in den Spiegel, um gleich darauf wieder zurückzuschrecken.
InMyWinter
Was sie dort sah, war nicht sie selbst, es waren ihre Augen, ihre Haare und ihre Nase, doch der Rest ihres Gesichtes schien um Jahre gealtert zu sein.
Der sanfte Dunkle
Tiefe Rinnen zerfurchten ihr Antlitz, unzählige Altersflecken bedeckten ihre Haut und eitrige Pusteln, wohin sie auch schaute.
lara
In diesem moment vernahm sie ein lautes Klingeln.
Der sanfte Dunkle
Erschrocken zuckte sie zusammen, wickelte ihren Kopf in ein Handtuch und ging vor Angst schlotternd zur Tür.
InMyWinter
Sie blickte vorsichtig durch den Spion, konnte jedoch niemanden erkennen der vor der Tür stand.
Der sanfte Dunkle
Gerade wollte sie sich von der Tür abwenden, als sich etwas mit voller Wucht gegen die Tür warf.
InMyWinter
Rachel zuckte zusammen, trat mehrere Schritte zurück und bemerkte, wie sich ihre Hezschlag deutlich beschleunigte.