@BTL
Mein Kommentar, dass die das Geld für das Versenden von Briefen nie und nimmer reinbekommen, sollte eher in die Richtung gehen, dass die viel zuviel Geld verschwenden für Dinge, die absolut unnötig sind. Die von dir aufgeführten Dinge bestätigen das auch noch. Anstatt nämlich unmengen an Geld zu verschleudern, könnten die genauso gut das Geld für Subventionen von Nachwuchskünstler ("low budget films") und für wissenschaftliche Dokumentationen ausgeben.
Das einzig Gute, was von den öffentlich Rechtlichen in den letzten Jahren kam, war die Finanzierung einer Mediathek im Internet, wo man Sendungen online anschauen kann, die man verpasste. Und das ist wirklich sinnvoll! - nur leider werden dort die falschen Sendungen wiedergegeben
| Zitat: |
Original von Berti
Wenn man ernsthaften Journalismus sehen will, oder Kabaret, oder Wisssenschaftssendungen oder oder oder... dann kommt man nicht an den Öffentlich-rechtlichen vorbei. |
Sorry, aber was man für "Dokumentationen" auf ARD und ZDF geboten bekommt, ist alles andere als "ernsthafter Journalismus". Journalismus zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass man Fakten recherchiert und diese auf den Tisch knallt. Was die Konsumenten damit machen, bleibt deren Angelegenheit. Doch in den Dokus der öffentlich Rechtlichen wird IMMER Stellung bezogen und eine Art "Meinungsmache" voran getrieben. Ich erinnere mich da an unzählige Dokus über Afghanistan, den Irak, den Iran, die Sowjetunion, China usw., welche die Handschrift der westlichen Bevölkerungsmacht hatte. Da war nicht mal ansatzweise etwas von objektiv zu sehen. Der Unterschied zwischen Galileo und den Doku-Mist der öffentlich Rechtlichen ist, dass Galileo pompös und unterschwellig informativ wirkt, während der Mona-Lisa-Mist der ARD (aufgrund der billigen Aufmachung) als die absolute Information angesehen wird.
Ich finde es immer wieder erschreckend, dass es Menschen gibt, die dem Konsum erliegen und die mangelnde Qualität des Fernsehens gegeneinander abwiegen. Ich will dich damit nicht angreifen, sondern nur klar machen, dass im deutschen TV fast nie etwas zu sehen ist, welches auch nur ansatzweise als "Dokumentation" anzusehen ist. Denn seien wir mal ehrlich, aber eine politische Diskussion, in der Oscar, der Rote, gegen 4 Extrempolitiker, die gegen Links sind, argumentieren und ankämpfen muss, ist nur Augenwischerei. Genauso ist es lächerlich, wenn die blonde Eva (Hermann) ihr Buch verteidigen möchte und gegen 3 Leute argumentieren muss, die das Buch nicht mal gelesen haben und ihre Informationen nur aus Stimmungsmache beziehen. Das ist ein genauso niedriges Niveau, wie auf RTL den Onkel Oliver oder Tanta Barbara im Gericht anzuschauen.
Was man verteidigen kann, das ist ganz klar die Berichterstattung von Phoenix, welche allerdings auch von dem Sieg der Weltmacht Amerika geprägt ist und aufgrund dessen eine parteiische Berichterstattung bezüglich den letzten 100 Jahren präsentiert, doch da wird wenigstens auch mal über den Tellerrand geschaut. Zumindest ansatzweise.
Seien wir insgesamt ehrlich: Opa Ranicki hat, wie ich schon in einem anderen Thread schrieb, eindeutig recht. Ihr könnt es gerne auf meinen Größenwahn und meinen IQ schieben, aber was im TV kommt ist nur Mist! Wenn ich Fernsehen schaue, dann erwarte ich keine niveauvolle Sendung, sondern zieh mir Popstars deswegen rein, weil ich weiß, dass ich da mein Gehirn entspannen kann, um am nächsten Tag mir eine Fülle von Informationen zu geben, die wirklich meine Vorstellung des Zeit-Nutzen-Faktors gerecht werden.
Was will ich damit sagen? Die öffentlich Rechtlichen kommen ihrer Verpflichtung in meinen Augen nicht nach. Was sie betreiben ist ein Kampf um Quoten und schieben dafür Umsummen von Geld einzelnen Quotentreibern (Beckmann, Kerner, Schmidt) in den Arsch, anstatt deutsche Low Budget Filme zu fördern, eigene (objektive) Berichterstattung voranzutreiben und sich journalistisch vom Amerika zu entfernen. Die Sendung mit der Maus ist ein gutes Beispiel, wie man Kindern Bildung vermitteln kann. Doch wenn die Eltern zur gleichen Zeit lieber auf den Fernsehgarten zappen (Ja, das hat meine Mutter immer gemacht, weswegen ich nie die Sendung mit der Maus schauen konnte), dann geht selbst so eine Sendung unter.
Ich verstehe es, wenn man sich nur vor die Glotze hauen möchte, um sich Stumpfsinn anzuschauen. Doch bitte fördert nicht nur Idioten, sondern auch gebildete Menschen.