materialpunk
gibt es eigentlich noch großartig musikstile, die heutzutage nicht der zensur zum opfer fallen? im hip hop sind's die f-wörter, im metal-bereich desöfteren gesamte texte oder auch artworks... recht bekannte beispiele sind wahrscheinlich die alten ärzte-platten (laut bundesprüfstelle für jugendgefährdende schriften seien die texte "teilweise sexualethisch desorientierend"... ein toller ausdruck...), oder auch die "krebskolonie" und andere alben der band eisregen, die dann einfach mal schön auf den index gesetzt werden! die liste könnte noch bedeutend länger werden, aber ich will ja nicht langweilen!
um manchen bands nicht die gesamte suppe zu versalzen wurde in amerika ja der aufkleber "parental advisory..." erfunden und zahlreiche cds damit verziert, wo auch nur 1 mal überhaupt das f-wort enthalten ist!
aber ist das wirklich so eine glorreiche idee der prüfstellen gewesen? machen solche aufkleber oder gar eine komplette indizierung die alben der bands nicht nur noch weitaus attraktiver? und welche eltern geben schon viel auf einen solchen kleinen aufkleber?
wie steht ihr zum thema zensur, oftmals gerechtfertigt oder "spaßbremsen"?
seit ihr vielleicht besonders hinter cds her, die auf dem index stehen? (sie werden ja teilweise reichlich hoch gehandelt, also kann man sie ja schon als echte kleine schätze handhaben)?
Rachsucht
Dieses "Parentel..." dingen bappen sich die Bands doch mittlerweile absichtlich drauf, um sich mit Jugend gefährdeten Texten zu zieren, wo rein gar nichts zu finden ist. Die Zensierung von Albencovern sind auch schwachsinnig. Steht halt vorn der Albumtitel drauf und im Booklet findest du trotzdem den Rest.
Alben zu indizieren... himmel hilf! Die gibts trotzdem noch zu erstehen und zensierte Titel sind auch auf den Alben in Vollständigkeit und mit allen Worten zu finden, die nur im Radio und Fernsehen die entsprechende Zensur abbekommen haben.
Im Endeffekt genau das gleiche wie bei Filmen und bei Spielen. Ich möchte selbst entscheiden, was ich hören darf und was nicht. Bin alt genug!
Inquisition Symphony
Bei den einen oder anderen Albencovern ist es verständlich, dass sie zensiert werden.
So geschehen bei "Last Supper" von Belphegor.
Hierauf war ein Baby abgebildet, das von der Hüfte abwärts an in Scheiben geschnitten war und auf einem Tablet lag.
Dass das zensier wurde war offensichtlich und meiner Meinung auch gerechtfertigt.
Das Cover hätte nur belassen werden können, wenn die CD für Minderjährige nicht zu sehen gewesen wäre und das Zeug unter den Ladentheke verkauft worden wäre.
Ansonsten sind die "leichteren" Zensuropfer auch mal etwas lächerlich, doch da keine Ausnahmen gemacht werden und es allgemein ums Prinzip geht, wird eben alles zensiert was unter Schema F fällt.
Der sich wandelnde Zeitgeist wird dabei zwar nur langsam aber immerhin überhaupt beachtet.
Und somit kann man dann z.B. Last Supper kaufen, nur statt Cover ist da ein schwarzes Deckblatt drüber wo ganz dick ZENSIERT drauf steht.
Rachsucht
Zum musikalischen Inhalt fällt mir noch ein sehr bescheuertes Beispiel an.
Ein Beispiel aus der Pop-Welt:
Als von den Black-Eyed-Peas der Song Let's get Retarded heraus kam, schien dies den Jungs und Mädels der Zensur nicht zu gefallen. Darum durfte die Band den Song in Let's get started umkomponieren. Warum? Naja... Retarded könnte man in behindert bzw versetzt übersetzen.
In meinen Augen: Schwachsinn!
Séncja
Zensur ist teilweise, aber wirklich nur teilweise, in Ordnung bei der Musik. Wenn ich da an ein Cover von den Scorpions denke, dann gehört das wirklich nicht in die Läden, weil das kinderpornografischer Natur ist. Genauso gehört es sich mit anderen Alben-Covers. Ich denke da speziell an eine Metal-Scheibe, auf der ein Mann ein Schaf poppt. Solche Bilder sind nicht umsonst verboten und haben auf - auch wenn es nur Provokation ist - Alben nichts zu suchen!
Eine Zensur der Texte finde ich teilweise dämlich. Solche Sprichwörter, wie "Fuck" oder "Fuck off!" sind im amerikanischen TV Gang und Gebe. Ich verweise da mal gerne auf die Serie "Terminator - The Sarah Connor Chronicles" auf Englisch. Brian Austin Green hat da in der 2. Staffel, 1. Episode eine Szene, in der er binnen 15 Sekunden gut 12 mal das Wort "Fuck" sagt. Dabei werden bei Metal-Bands, wie Mudvayne, das "Fuck" in den Texten einfach rausgeschnitten. Unsinn! Spätestens beim Konzert hört man das Original sowieso und dieses kurze "Beeep" prägt sich dann eher ein, als wenn man es hören würde.
Verachtungswürdig sind jedoch solche Texte, wie der Arschfick-Song von Sido. Ich erwähne es immer wieder gerne: Das gehört nicht in unsere Kultur! Solche Texte gehen mal gar nicht und da würde ich ein Verbot auch gutheissen. Jedoch sollte man Texte als Ganzes und nicht nur in kleinen Teilen begutachten ...
schui
Das Problem ist einfach,unser Staat zensiert die Falschen sachen...Wenn ich mir heute anguck,was so auf MTV läuft,an Musikvideos (umgottes willen nein ich guck den Sender nur wegen South Park American Dad und co

) da kriegt man ja plagg...alles was aus dem Hip Hop/Rap bereich nun kommt wird nicht so stark zensiert wie der Metal/Gothi oder gar punk bereich...leider kommt es auch immer häufiger dazu,dass der rechte rotz immer mehr und mehr legal wird.. man kann diese CDs ohne probleme kaufen weil sie ja von einen "Anwalt" geprüft wurden ist.. naja.. armes deutschland sag ich nur