Séncja
Jaja, ein Thema, welches keine genaue Antwort liefern kann, aber trotzdem ein schönes Thema zum philosophieren... was ist der Sinn des Lebens?
Es gab viele Theorien. Ob es nun die von Aristoteles sei, dass man sein Können für die Gesellschaft einsetzt oder die Theorie des Pessimisten Camus und Sarte, die meinten, dass wir verdammt seien zu Leben und das beste daraus machen sollten.
Was meint ihr zu diesem Thema? Gibt es einen wirklichen Sinn des Lebens? Wenn ja, welcher wäre das? Habt ihr euch ein Ziel gesetzt für euer Leben?
Chepre
| Zitat: |
| Camus und Sarte, die meinten, dass wir verdammt seien zu Leben und das beste daraus machen sollten. |

ja, irgendwo trifft es das schon. Auch wenn ich das Leben bei weitem nicht als Fluch sehen kann.

Doch ich denke, das ist von Mensch zu Mensch bzw von Schicksal zu Schicksal verschieden. Nehmen wir an, jemand hat im Kindesalter einen schweren Unfall, wird heftig verletzt und nie wieder richtig gesund. Er kränkelt andauernd, kann kaum gehen und die kleinste Anstrengung kostet ihn größte Kraft. Wenn jemand in dieser Situation sein Leben als Fluch betrachtet, ich wüsste nicht, ob man es ihm verübeln könnte.
Das beste draus zu machen ist ein schöner Ansatz. Das Leben und sein "Sinn" ist in meinen Augen etwas, das man wohl nie ganz verstehen wird bzw für das man keine lösende Theorie finden kann. Mit der, dass Gott einen Plan für jeden von uns hat, kann und will ich mich nicht anfreunden. Aber "nur", weil man es nicht versteht, sollte man sein Leben nicht wegwerfen oder verfluchen.
Denn in meinen Augen ist es einer der "Sinne" des Lebens, möglichst viele Erfahrungen zu machen, die den einzelnen Menschen, auch in Bezug auf den Umgang mit seiner Umwelt, bereichern. Welcher Art diese Erfahrungen sein sollen ... Kann man drüber streiten.
Der Sinn des Lebens ist schwer zu fixieren. Denken wir nicht nur darüber nach, weil wir Menschen sind? Was interessiert eine Taube der Sinn des Lebens? Wenn man ganz logisch an die Sache heran geht, geht es doch letztendlich eigentlich um Arterhalt.
Ich selbst habe mir für mein Leben ein Ziel gesetzt, ja.

Ich möchte nicht einfallen wie ein Baum, der aufgibt und nicht versucht zu wachsen. Ich möchte aus eigenem Willen leben wollen und am besten auch können.
KloppsKopp
...seinem eigenen Sein nachzukommen. So würde ich es nennen
Séncja
| Zitat: |
Original von Little_Kind
...seinem eigenen Sein nachzukommen. So würde ich es nennen |
Der Sinn des Lebens ist es, seinen eigenen Sinn nachzukommen?! Sehr unlogisch deklariert. Vor allem auch nicht nachvollziehbar, denn der Sinn kann nicht darin bestehen, egoistischen Trieben zwangsläufig immer den Vorzug zu gewähren. Oder würdest du es als sinnvoll bezeichnen, wenn die USA demnächst in den Iran einmarschiert, weil der Sinn ihrer Existenz äquivalent mit der Vollendung der Schopenhauer'schen Chaostheorie ist?!
| Zitat: |
Original von Chepre
Doch ich denke, das ist von Mensch zu Mensch bzw von Schicksal zu Schicksal verschieden. Nehmen wir an, jemand hat im Kindesalter einen schweren Unfall, wird heftig verletzt und nie wieder richtig gesund. Er kränkelt andauernd, kann kaum gehen und die kleinste Anstrengung kostet ihn größte Kraft. Wenn jemand in dieser Situation sein Leben als Fluch betrachtet, ich wüsste nicht, ob man es ihm verübeln könnte. |
Das heißt, dass ein Legastheniker nie schreiben oder lesen muss - kurz: Der Bildung entsagen darf - weil er ein Handicap besitzt? Wenn ich beobachte, wie auf der Straße ein Mann niedergeprügelt wird, ist es meine Pflicht, meine Bemühungen in die Richtung zu konzentrieren, um dieses Leid aufzulösen. Da kann ich auch nicht einfach damit argumentieren, dass ich einen harten Arbeitstag hatte und kraftlos bin. Was würde Kant zu dieser Ausführung sagen?
Sartre hat das Wort "verdammt" genutzt. Das impliziert definitiv nicht, dass ein Mensch sich sein Leben ausgesucht hat, sondern dass es ihm gegeben worden ist. Daraus das best-möglichste zu machen, das ist unsere Aufgabe. Wer sich selber dispositioniert und hinter Makel versteckt, gehört vergraben, denn Resignation ist keine Maxime!
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Original von Chepre
Der Sinn des Lebens ist schwer zu fixieren. Denken wir nicht nur darüber nach, weil wir Menschen sind? Was interessiert eine Taube der Sinn des Lebens? Wenn man ganz logisch an die Sache heran geht, geht es doch letztendlich eigentlich um Arterhalt. |
Du meinst weniger "fixieren", als mehr "deklarieren", denke ich mal
Eine Taube hat nur begrenzt Verantwortung zu tragen. Als Mensch verfügen wir über mehr Möglichkeiten, als eine Taube. So ist es auch logisch, dass eine Taube keinen großen Ziel nachgehen kann, denn das ist der Sinn des Menschens. - nur welche das ist, ist eben die Frage. 42 kann es zumindest nicht sein...
HisInfernalMajesty
Der Sinn des Lebens ist ein Film von Monty Python
KloppsKopp
@Cid-z
ich nehme den Sinn hier frei nach Heidegger, als
das wonach etwas funktioniert. So ist der Sinn des Aschers das Abaschen der Zigarette an ihm.
Der Mensch steht nun jeden Tag aufs neue auf, und richtet sein ganzes tun und schaffen darauf hin aus, dass er die vorgenommenen Taten seinerseits auch in die Wirklichkeit umsetzt...
Nachtmähr
ich bin jetzt nicht so bewandert in der Philosophie, deshalb schieß ich mal dazwischen...
Ich finde, der Sinn des Lebens im eigentlichen (oder biologischen) Sinne, ist die Fortpflanzung und somit die Erhaltung der Art, wie Chepre schon gemeint hat.
Das fängt bei Bakterien und Viren an, geht über Ameisen, Hunde, bis hin zu Walen...
Verknüpft mit der Arterhaltung ist die Nahrungsaufnahme, die Beschützung der Jungen, die Vertreibung von Rivalen aus dem Revier...wirft man einmal einen Blick in die Tierwelt.
Die Suche nach dem Sinn des Lebens halte ich für eine romantische Angelegenheit, die von den Menschen ersonnen w urde, um ihrem teilweise traurigem leben einen Sinn zu geben.
Würde ich jetzt sagen, der Sinn meines Lebens ist es, zu studieren und eine geregelte Arbeit zu haben, dann sind das wohl eher Ziele und nicht der eigentliche Sinn. Dieser wäre für mich, meine Gene weiterzugeben...auch wenn das wohl von dem philosophischem Denken abweicht, ist ja auch nur meine persönliche Meinung.
KloppsKopp
| Zitat: |
Original von Berghutze
Würde ich jetzt sagen, der Sinn meines Lebens ist es, zu studieren und eine geregelte Arbeit zu haben, dann sind das wohl eher Ziele und nicht der eigentliche Sinn. |
Du siehst dann aber deine Erfüllung des Ganzen im Weg auf deine Ziele hin, also titulierst du hier den Sinn deines Lebens als dieses - zumindest augenblicklich.
| Zitat: |
von Berghutze:
Die Suche nach dem Sinn des Lebens halte ich für eine romantische Angelegenheit, die von den Menschen ersonnen w urde, um ihrem teilweise traurigem leben einen Sinn zu geben.
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Du sagst also, dass jene Menschen nach dem Sinn des Lebens suchen (ihres Lebens suchen), welche mit diesem, ihrem Leben unzufrieden sind. Diese, welche diesem Folge leisten befolgen aber auch nichts anderes als ihrer 'Idealvorstellung ihres eigenen Lebens' nachzukommen.
LadYAnnA
Für mich bedeutet 'den Sinn des Lebens' zu finden, mein Glück zu finden, glücklich zu sein. Sich weiterzuentwickeln, sich über nichts mehr ärgern zu müssen, und mit sich selbst im Reinen zu sein. Erst wenn ich das alles für mich beanspruchen kann, dann, so denke ich, habe ich 'meinen' Sinn gefunden.
Allerdings bin ich noch weit von dem Ziel entfernt...
Wenn man aber von 'Leben' im biologischen Zusammenhang sieht, dann sehe auch ich den Sinn ganz einfach in der Arterhaltung.
Satanael
ein wahrlich endloses thema...

(irgendwie mag ich den smiley)
aber sicher nichts, worüber es sich nicht lohnen würde, darüber zu quatschen...
beginnen wir aber mal bei einer etwas anderen frage...
wo beginnt denn überhaupt leben...?
ich werfe einfach mal den begriff der "ewigen" evolution ein...
für mich bedeutet der sinn des lebens... in einer jeden existenzform erfahrungen zu sammeln... bis zu einer seelischen reife, die materielle welt verlassen zu können und ein weiteres "universum" zu schaffen... dies kann sich wahrlich lange hinziehen...
es bedeutet für mich, ein teil dieser ewigen evolution zu sein, in der alles und jeder seinen kleinen, doch bedeutenden teil zu beiträgt...
seit anbeginn unserer zeitrechnung, ist das bestreben der entwicklung, die ästhetik... die perfektion...
was könnte da passender sein, als dieses große werk des schaffens und der entwicklung weiter zu führen...?
DarkSide
Wenn man nach dem Budismus geht,
dann ist der Sinn des Lebens die nächste entwicklungs Stufe zu erreichen.
Bis man die Vollkommenheit erreicht hat.
Für mich persönlich bedeutet es,
mein Karma zu finden und mein eigenes sein zu finden.
Raziel
Karma finden? Naechste Entwicklungsstufe?
Im Buddhismus gibt es keine naechste Entwicklungsstufe. Als Mensch bist du so nah daran erleuchtet zu werden wie du kannst ohne erleuchtet zu werden. Zwischen Mensch und Buddha kommt ganz viel Nichts. Ja, es ist ein gewaltiger Schritt, aber eben nur einer. Und dein Karma musst du nicht finden, nur ausbalancieren und rein halten, bis du das Karma gaenzlich abwirfst.
Aber der Sinn des Lebens im Buddhismus ist es das Rad der Widergeburt zu durchbrechen und von dem Leiden erloest zu werden.
DarkSide
ja dieses Rad meine ich ja.
deathfairy
Das Leben ist sinnlos.
TonloserSchrei
eben..so ist es..
es erfüllt keinerlei sinn oder zweck.
wir sind geboren, um dem leben einen vermeindlichen sinn aufzuzwängen...
gehört wohl auch irgendwie zu unserer natur..der mensch muss einen sinn in allem sehen
deathfairy
@ tonloserSchrei
die menschen suchen immer nach antworten, bedenken aber nicht dass es sie einfach vllt nicht gibt.
merla
Für mich ist der Sinn des Lebens ein Lächeln.
Ein Lächeln, das man einem Mitmenschen schenkt, so dass dieser sich besser fühlt. Er wiederum reicht das Lächeln weiter und so zieht es durch die Welt.