Séncja
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Es ist ein Versprechen, ein ziemlich fabelhaftes noch dazu: »Lass dich entdecken« steht in großen Buchstaben auf der Internetseite younect.de. Nein, es geht nicht um Dieter Bohlens Sängerwettstreit, auch Models werden nicht gesucht. Gesucht werden ganz normale Azubis. Weil sie gebraucht werden, dringend: In diesem Jahr wird es erstmals mehr Lehrstellen als Bewerber geben, etwa 30000 Jugendliche weniger als noch im vergangenen Jahr verlassen im Sommer die allgemeinbildenden Schulen. Es wird also eng auf dem Ausbildungsmarkt. Der passende Zeitpunkt für die Macher von younect.de, ihre Lehrstellenbörse zu starten. Das Prinzip ist einfach und logisch: Auf younect.de geben Schüler ihr Profil ein, sie beantworten Fragen zum Allgemeinwissen und zu ihrer Person, zu Hobbys, Fähigkeiten, Wünschen und Träumen. Kostenlos. Potenzielle Arbeitgeber schicken dem younect-Team ihre Stellengesuche und bekommen gegen Geld geeignete Bewerber vorgeschlagen – wenn diese zustimmen. »So werden die Unternehmen nicht mehr mit Bewerbungen überschwemmt, die gar nicht zum Profil der Stelle passen«, sagt Martin Gaedt, Geschäftsführer von younect. »Und sie wissen: Die Bewerber haben sich Gedanken gemacht, ein Profil ausgefüllt, Fragen beantwortet. Die Lehrstelle ist für sie keine Notlösung, sondern stimmt mit ihren Fähigkeiten überein.«
Quelle: zeit.de |
Was haltet ihr davon?
Eine gute Idee oder völliger Schwachsinn?
Schließlich muss der Azubi ja sicher sein, dass der Betrieb auch zu seinen Vorstellungen passt. Es geht ja darum, Fähigkeiten zu erlernen, gefördert zu werden. Wenn man da bei Kruscht-Firmen angenommen wird, werden einem doch nur die Augen verschleiert.
Ich weiß, wie ich eine Ausbildungsstelle gesucht habe, hat sich auch mal eine Firma auf mein Profil gemeldet. Die Firma war absolut desaströs und unter aller Sau! In so fern halte ich mehr von der alten, gängigen Art, sich zu bewerben ... und ihr?
Rachsucht
»Und sie wissen: Die Bewerber haben sich Gedanken gemacht, ein Profil ausgefüllt, Fragen beantwortet. Die Lehrstelle ist für sie keine Notlösung, sondern stimmt mit ihren Fähigkeiten überein.«
Das ist doch Humbug! Ich mache mir auch Gedanken, wenn ich ein Anschreiben o.ä. mache. Bla bla bla, nichts weiter. Außerdem, woher soll die Firma wissen, was auf den Bewerber zustimmt? Das weiß man doch selbst am besten, oder? "Wir wissen, was für sie gut ist." So ein Quatsch!
Wenn einem wirklich egal ist, wo man anfängt, ist dieses Randomverfahren bestimmt ok. Für mich ist das nichts!
lara
ich denke die grundidee ist gut.
allerdings werden garantiert nicht alle schüler dort ein profil anlegen.. und es werden auch nicht alle firmen, die azubis suchen, bei der aktion mitmachen und noch dafür bezahlen, dass sie sich die profile der kids anschauen können.
es gibt ja auch noch andere seiten für leute die nen arbeitsplatz suchen.. hab da auch mal irgendwo was ausgefüllt, aber schon seit jahren nichts von denen bekommen, also wird das entweder nicht genutzt, oder die wollten mich einfach nicht
und selbst die firmen, die da azubis suchen, werden sicherlich trotzdem noch mit bewerbungen überhäuft, einfach, weil man nicht davon ausgehen kann, dass man irgendwo im web gefunden wird..
Seschat
Sowas ähnliches gibt es doch auch schon beim Arbeitsamt. Die haben eine große Bewerber-DB, wo sich Firmen drin umsehen können. Wenn Arbeitssuchende für ein Unternehmen interessant ist, wählen sie sie aus und das Arbeitsamt verschickt die Kontaktdaten des Unternehmens an den Bewerber, der sich darauf hin direkt beim Unternehmen melden kann.
Auf diesem Wege habe ich meine jetzige Arbeitsstelle bekommen
Kali
Eigentlich nicht schlecht, wenn es mehr Möglichkeiten gibt Lehrstellen und Azubis zueinanderzubringen.
Die Bewerber sollten umgekehrt allerdings auch eine Chance bekommen sich das Profil der Firma anzusehen. So klingt das Ganze eher nach mehr Vorteilen für die Arbeitgeber:
Arbeitsersparnis durch strenge Vorgaben, Vorauswahl bla bla...
Ok, sie müssen dafür bezahlen und das hält sicherlich gerade auch viele kleinere Firmen davon ab, sich daran zu beteiligen.
Ich sehe es mal als eine zusätzliche Möglichkeit sich zu bewerben, eine echte Alternative wäre es aber für mich nicht.
BTL
Ich denke das es wohl den ein oder anderen Azubi gibt, der da eine Ausbildungsstelle drüber findet, aber im Großen und ganzen denke ich, das die einzigen Gewinner die Betreiber sein werden, die auf der einen Seite Geld von potentiellen Arbeitgebern bekommen und auf der anderen Seite sehr ausführliche Daten haben, die sie lukrativ an Werbepartner weiter geben können.
Ich werde mal versuchen meine Sicht als Bewerber und als Arbeitgeber zu schildern.
Als Schulabgänger der auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle ist, sehe ich das größte Manko in der rasterartigen Aussortierung. Ich bin mehr als die Summe meiner Schulnoten, niedergeschriebenen Eigenschaften/Hobbys und bisherigen Ferienjobs. Ein Unternehmen, welches ja durchaus auch durch seine Mitarbeiter definiert wird, sollte sich die Mühe machen, den für sich am besten passenden Azubi zu bekommen, und nicht den, der die meisten Kreuze an der richtigen Stelle gemacht hat.
Persönlich habe ich es schon abgelehnt mich bei Firmen zu bewerben, die Bewerbungen nur in Word 2003 oder .pdf- Format mit der Begründung akzeptiert haben, dass Ihr Tool zur Schlagwortsuche andere Formate nicht bearbeiten kann.
Als Arbeitnehmer würde ich von solch einer Börse absehen, da mir eine schriftliche Bewerbung einiges mehr über einen Bewerber verrät, als nur der Text, den er schreibt. Es ist auch schwieriger in einem Fleißtext etwas auszuführen, von dem man keine Ahnung hat, als in einem Fragebogen einfach mal Kreuze an stellen zu machen, die ein besseres Licht werfen.
Ich persönlich gehöre zu den Leuten, die jede Bewerbung einzeln und individuell erstellen, und das erwarte ich auch von einem angehenden Azubi/Mitarbeiter in meiner Firma.