Military-Fashion

Rachsucht
Camouflage, Boots, Jacke, Kampfhelm...
Schon lange etabliert in der Industrialszene und Einzelteile auch in der Metalszene.
Was haltet ihr von dieser Art der Kleidung? Ansprechend oder abstoßend? Militärfaschismus oder modisches Flare? Mode ist sicherlich Geschmackssache aber gibt es nicht auch ein paar Dinge, die eher in die Kaserne gehören?
Inquisition Symphony
Militärfashion ist irgendwie schon cool.
Ich steh ja sowieso auf diese ganzen Uniformen und Soldatenklamotten.
Besonders die Sachen aus der NS-Zeit habens mir angetan xD

Nur tragen ist eher schwierig.
Ansonsten find ich sowas ganz gut.
Hab sogar einen eigenen Mantel der einen ähnlichen Schnitt wie der klischee-Offiziersmantel hat. Und das ist eins meiner Lieblingsstücke.
Fehlt nurnoch diese herrliche Mütze.
Synapsenpogo
Military Fashion?

Absolut Pro!
Allerdings muss man da differenzieren.

Woodland (Das typische Ami-Tarnmuster) ist absolut schick, die M65 Jacke der US Army ist nicht erst seit Horst Schimanski ein gebräuchliches Alltags-Kleidungsstück und Bundeswehrhosen sind, ob nun schwarz oder oliv nun mal eine sehr praktische Angelegenheit.

Nur vom Bundeswehr Flecktarn sollte man die Finger lassen, da es neben dem alten NVA-Tarnmuster das zweithässlichste existierende Tarnmuster ist ... nicht mal Digitarn ( das mit den Ecken und Kästchen ) ist so hässlich ;-).

Also kann man sagen, dass was der 08/15 Soldat (zumindest ab den 50ern )auf dem Feld trug oder noch trägt ist durchaus nicht verkehrt als Ergänzung des Outfits.
Man sollte aber immer über den Background bescheid wissen, da es immer möglich ist, dass man mal gefragt wird, was man da eigentlich trägt und ob man weiss wofür es steht.

Tigerstripe ist zB ein unheimlich schönes Tarnmuster, wurde aber vorwiegend im Vietnamkrieg verwendet.
Hierzulande sollte das weniger das Problem sein, das wäre es aber evtl. in anderen Ländern.

Auch die vereinzelt in der Szene noch beliebten Schweizer-Armee-Jacken sind noch heute ein Hingucker.

Es folgt das große ABER!

Beispielsweise gibt es auch teilweise heute noch erhältliches ein Flecktarnmuster der Wehrmacht ( genannt "Erbsentarn" ), damit sollte man sich nicht auf die Straße trauen und die Uniformteile vom Afrika-Korps oder komplett braune Uniformen ( außer die erkennbar Russischen ) sollte man auch vermeiden, da die später von den Nazis benutzt wurden

Bei Parade- oder Ausgeh-Uniformen militärischen Ursprungs würde ich ebenso stark aufpassen!
In der Neofolkszene beispielsweise wird ja gerne mal mit Nazi-Ästhetik gespielt wozu vereinzelt auch SS-Uniformen, Wehrmachtsuniformen oder Look-A-Likes und Fakes gehören.

Klar, sieht teilweise schick aus, versteh ich voll und ganz.

Aber jeder der sich damit auf die Straße oder auf Parties traut ( gleiches gilt für SS- und Stabs-Ledermäntel, egal wie geil die aussehen mögen ) , ist für mich ein Vollidiot, der die möglicherweise zu erwartende Dresche schon alleine aus Unwissenheit vollends verdient hat.

;-)

Abgesehen davon ist es hierzulande zurecht verboten!

Sicher, kein Krieg war wirklich "sauber", aber mann muss sich nicht das "Negativste vom Negativen" heraussuchen, auch wenn man vielleicht gar keine Provokation bezweckt.
Und es gibt unbelastete Alternativen.

Viele Bergmannsuniformen sehen ähnlich schick aus wie der Wehrmachtskram, lösen aber nicht zwingen die gleichen Assoziationen aus und dass ist der Punkt dabei.

Uniformen und Militärkleidung: Ja!

Naziästhetik: Ganz klares Nein!

Gehört einfach nicht in die Öffentlichkeit, egal auf welchem Wege.
Im Übrigen nervt da auch der Symbolismus bei diversen Band-Merchandising-Artikeln.
Bi0^
also ich steh voll drauf, allerdings nur wenns um hosen geht shorts, 3-viertel-hosen und lange hosen sind einfach geil mit diesem muster, aber shirts gehen absolut nich meiner meinung nach!
Die Lichtlady
Ich trage sehr gern Klamotten mit Tarnmuster. Am liebsten ganz normales Standart Camoflage. Aber auch gegen Flecktarn hab ich nix einzuwenden. Ich weiß nich, ich steh da irgendwie drauf. Es ist nich schickimicki aber hat trotzdem auf jedenfall seinen Stil.
Also ich finds einfahc toll
Seschat
Military Style ist absolut auch mein Ding. War es schon immer. Beziehungsweise allgemeine Uniformen.

Für mich waren Männer in Uniformen schon zu Kindheitstagen der Hingucker Vermutlich wollte ich auch einzig und allein früher zur Polizei, zur Armee oder Bundesgrenzschutz

Ich finde sowohl die Soldatenuniform (Tarnklamotten, etc.) sehr schick. Stahlhelme sind auch toll. Offiziersuniformen haben natürlich einen enorm genialen Hinguck-Faktor.
Liegt aber auch daran, das ich den Schnitt der Mäntel klasse finde. Es gibt einige Offiziersmäntel, die liegen oben eng an und fallen nach unten weit aus. Sowas ähnliches trägt Neo in Matrix 2 und mein persönliches Lebensziel ist es, mir so einen Mantel selbst zu nähen *g*

Mir persönlich ist es wurscht, ob die Leute in Klamotten vom US-Militär, Bundeswehr, russische Miliz, französisch oder gar NS-Zeug herum springen. Meist fällt mir das "Logo" immer zu letzt auf, oder wenn mich jemand darauf hinweist. So nach dem Motto "Guck mal die Mütze da!"
Ich "Ja, sehr schickes Teil"
Person X "Das ist eine SS-Mütze!"
Ich "Ja..... und....?"

Auf mich übt es sogar eine gewisse Faszination aus, wenn an der Uniform irgendwie etwas "gefährliches" haftet. Spiel mit dem Feuer...
Vielleicht mit ein Grund, warum es dennoch Menschen gibt, die Wehrmacht-Uniformen tragen oder gern tragen wollen (fernab jeglicher rechter Gesinnung!). Über solchen Sachen schwebt immer irgendwie ein dunkler Schatten. Würde heute kein Aas mehr wegen irgendwelcher SS-Sachen rum krähen, dann hätte so eine Wehrmacht-Uniform auch nichts gefährlich-faszinierendes oder provokantes an sich Ist halt so... ist verboten und damit umso interessanter *g*
TheHappyDead
Ich trage zwar schwarze Armeehosen und ein paar Springerstiefel fliegen hier auch noch durch die Gegend. Ansonsten stehe ich aber weniger auf Uniformen. Manchmal habe ich echt ein verdammt flaues Gefühl im Magen, wenn ich jemanden in Military-Klamotten sehe - einfach weil ich nicht vergessen kann und will, was andere Menschen in diesen Uniformen angerichtet haben.
Synapsenpogo
Zitat:
Original von Seschat
Mir persönlich ist es wurscht, ob die Leute in Klamotten vom US-Militär, Bundeswehr, russische Miliz, französisch oder gar NS-Zeug herum springen. Meist fällt mir das "Logo" immer zu letzt auf, oder wenn mich jemand darauf hinweist. So nach dem Motto "Guck mal die Mütze da!"
Ich "Ja, sehr schickes Teil"
Person X "Das ist eine SS-Mütze!"
Ich "Ja..... und....?"

Auf mich übt es sogar eine gewisse Faszination aus, wenn an der Uniform irgendwie etwas "gefährliches" haftet. Spiel mit dem Feuer...
Vielleicht mit ein Grund, warum es dennoch Menschen gibt, die Wehrmacht-Uniformen tragen oder gern tragen wollen (fernab jeglicher rechter Gesinnung!). Über solchen Sachen schwebt immer irgendwie ein dunkler Schatten. Würde heute kein Aas mehr wegen irgendwelcher SS-Sachen rum krähen, dann hätte so eine Wehrmacht-Uniform auch nichts gefährlich-faszinierendes oder provokantes an sich Ist halt so... ist verboten und damit umso interessanter *g*


Ich sehe Uniformen aus dem Dritten Reich trotzdem als absolutes "No Go" an.
Nicht zuletzt da, die Opfer des damaligen Regimes sowie Zeitzeugen noch zahlreich unter uns leben.
Es ist auch gut, dass diese Uniformen so negativ behaftet sind, denn die Erinnerung darf nicht sterben, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

Wer meint damit in der Öffentlichkeit rumlaufen zu müssen, bleibt für mich definitiv ein Vollidiot, der nichts verstanden hat.
Diese Uniformen können nicht aus ihrem Kontext gezogen werden.

Das wäre ja wie in New York mit einem Osama Bin Laden-T-Shirt rumzulaufen und auf Fragen nur zu antworten:

"Och ich finde der Typ hat einfach ein cooles Gesicht ... mir doch egal was er angestellt hat"