[Lyrik,Prosa] Erstes Gedicht

ishozar
Mein erster Verusch ein Gedicht zu verfassen oO

Dummheit durch Angst …

Dumme Dinge wurden getan
Dumme Dinge wurden gesagt
Hab mich vertan
Hätt ich `s doch nur hinterfragt!

Verletzt hab ich dich
Weh getan hab ich dir
Verletzt durch mich
Alles wegen mir

Doch war das nie mein Begehr
Ich hatte Angst
Ich brauchte dich und nicht mehr
… als du mir fast entschwandst

Endstation Liebe – der Verlust deiner Person
hätte mich Zerstört
So wie ein einzelner stummer Ton
unfähig zu leben, allein und verstört

Jedoch bist du da
Ich liebe dich
Du bist mir so fern und doch so nah
Ich liebe dich
Allein zu Zweit
Ich liebe dich
Beschützt mich vor der Einsamkeit
ICH LIEBE DICH !
Rachsucht
Eine run subjektive Kritik:

Irgendwie ist das "Gedicht" absolut konfus. Kein richtiges Schema.
ishozar
ich gebe zu, dass es für aussenstehende konfus erscheinen mag.

Struktur bitte ich dich näher zu erläutern, da es sehr wohl struktur beinhaltet
Séncja
Moin ishozar,

eigentlich kritisiere ich keine Gedichte mehr, weil ich das nie auf freundliche Art und Weise hinbekommen habe, aber bei dir versuche ich es trotzdem nochmal.

Also, es ist immer wieder schön, wenn man sich selber in der Kunst der Lyrik beweisen möchte und dafür interessiert. Bezüglich der Thematik kann man sich nur selten aus dem Fenster wagen und Kritik äußern, weswegen ich mich auch auf die Art, die Aussage zu tranferieren, beziehe.

Du hast versucht, immer 4 Verse pro Strophe zu nutzen. Das ist klassisch, nur leider hast du dabei außer Acht gelassen, die Metrik zu beachten. Außerdem ist dein Reimschema zwar - mehr oder weniger - passend, die Reime dafür schlecht gewählt.
In der Lyrik nutzt man meist eine metaphorische Sprache. Das heißt, man beschreibt Bilder, die per Assoziation dem Leser etwas zeigen, offenbaren. Darauf hast du hier auch - mehr oder weniger - verzichtet.

Bis hierhin könnte man noch sagen: Joa, okay, es ist sein erstes Gedicht. Da weiß man das noch alles nicht genau. Stimmt auch. Würde Ludovico_Einaudy das machen, würde er einen Arschtritt bekommen, bei dir wäre das unangebracht. Was ich aber heftig kritisiere an deinem Werk und was ich wirklich anprangern muss ist die letzte Strophe:
Du hast in 4 Versen geschrieben "Ich liebe dich!". Das lullt aus! Da fehlt der Effekt! Das wirkt gezwungen und unglaubwürdig. Das geht so nicht! Es gibt genug Möglichkeiten, die sich durch mittelmäßiger Literatur eingeprägt haben, die beweisen, wie man eine Aussage unbewusst betont. Etwa, indem man negative Dinge immerzu steigert und als einziges Argument "Ich liebe dich!" am Ende aufführt oder indem man man das Reimschema (abab) im letzten Vers bricht oder ... oder ... oder ...

Übrigens empfinde ich ein "..." bei einem Gedicht zu 99% als stilistischer Kamikazeakt des Autors, der dadurch mangelnde lyrische Kreativität offenbart. Das sollte man meist vermeiden, genauso wie das Auslassen von Satzzeichen.

Was ich hier geschrieben habe, wirst du jedoch in kurzer Zeit selber erfahren und herausgefunden haben, wenn du am Ball bleibst und dich mehr damit auseinandersetzt.

maux
*räusper* meine meinung:

Ich bin ja der meinung, dass ein gedicht keine feste struktur benötigt..... wir leben ja nicht mehr vor 200 jahren oder so.....

Mir gefällt es und ich kann anhand deines geschriebenen gut nachvollziehen, wie du dich gefühlt hast, als du dieses schriebst.....


LG


maux